Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Religion, Glaube und Spiritualität - Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 27. Dezember 2024

Glaube und Spiritualität als Ressourcen

Glaube, Religion und Spiritualität können wertvolle Ressourcen sein. Sie geben uns in Zeiten von Krisen Orientierung, Zuversicht, Sinn und Kraft.

In Psychotherapien bediene ich mich gerne religiöser Bilder, wenn Menschen gläubig sind. Gerade in der Traumatherapie können heilsame religiöse und spirituelle Bilder, innere HelferInnen, Metaphern aber auch Gleichnisse Menschen viel Kraft, innere Sicherheit und Stabilität geben.


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie für gläubige und religiöse Menschen an.

Religion, Glaube und Spiritualität - Psychologische Hilfe

Religiöse und kultische Gewalt durch Religionsgemeinschaften

Andererseits können Religionsgemeinschaften, Kirchen, Freikirchen und Sekten ihre Gläubigen auch neurotisieren oder bei kultisch-religiöser Gewalt sogar schwer und komplex traumatisieren. Unter "eklesiogenen Neurosen" versteht die Psychologie innerseelische Konflikte, welche sich durch gewaltvolle Formen von Frömmigkeit und Spiritualität entwickelt haben. Diese Neurosen oder Traumen können sich dann ausbilden, wenn Kirchen und Glaubensgemeinschaften Schuldgefühle manipulieren, ihre Gläubigen sexualfeindlich sozialisieren, über ihre authentischen Emotionen und Bedürfnisse hinweggehen und diese abwerten und mit Strafängsten arbeiten.


In der Psychotherapie erachte ich es als unabdingbar, meine Klient*innen in ihren religiösen, spirituellen und kulturellen Bedürfnissen immer ernst zu nehmen. Ich arbeite dabei mit Ihren religiösen und spirituellen Gefühlen und Bedürfnissen. Selbstverständlich nutze ich als Psychotherapeut religiöse innere Bilder nur dann, wenn Menschen gläubig sind und sie diese heilsamen Bilder in sich tragen.


In einer Psychotherapie helfe ich Ihnen:

  • Ihre religiösen Erfahrungen besser zu verstehen
  • Einen menschenfreundlichen, wohlwollenden und heilsamen Glauben zu entwickeln (von einer Drohbotschaft zu einer Frohbotschaft)
  • Spirituelle Krisen und Glaubenskrisen auszuhalten und durch sie gestärkt hindurchzugehen
  • Ihren Glauben und Ihre Spiritualität zu würdigen
  • Sich von toxischen religiösen Überzeugungen, die Ihnen Ängste und Schuldgefühle machen zu lösen
  • Religiöse Traumafolgestörungen zu lindern
  • Glauben und Religion als Ressource und Kraftquelle zu nutzen


Dabei bediene ich mich Methoden aus der Existenzanalyse, aber auch aus der Schematherapie und der Ego-State-Therapie.


Gesunde Spiritualität

Spiritualität ist ein körperliches Erleben. D.h. wir spüren nicht so sehr durch unseren Verstand unseren Glauben, sondern viel mehr ist unser Glaube verkörpert. Auch Glaubenszweifel lassen sich nicht logisch-analytisch, sondern eher auf körperlicher Ebene lösen.

Spiritualität sollte deswegen auch körperlich mit dem Felt Sense im eigenen Organismus gespürt werden. Sie ist mehr gefühlt als diskursiv, was oft zu einer nicht gespürten Ideologisierung führt. Spiritualität lässt uns sich verbunden fühlen mit anderen und einem größeren Ganzen. Eine gesunde Spiritualität kann uns ein Gefühl von innerer Freiheit und von Sinn geben. Sie eröffnet einen guten Raum. Spiritualität führt in eine konkrete persönliche Haltung und in spezifische Begegnungen mit uns selbst, unseren Mitmenschen, unserer Umwelt und der Natur.


Evidenzbasierte Wissenschaft ist sehr wichtig, sie reicht aber, wenn es um Glaube, Spiritualität, Mitgefühl, Akzeptanz, Staunen, Demut, Ehrfurcht, Verbundenheit und Liebe geht, nie aus.


Der Hypnosystemiker, Arzt und Psychotherapeut Gunther Schmidt hat folgendes Konzept: Es gab schon etwas vor unserer Geburt, es geht aber auch nach unserem Tod weiter. Dies ist nicht zu beweisen und eventuell sogar falsch. Ihm selbst helfe es aber sinnlich und somatisch, an dies zu glauben. Wir erzeugen ohnehin unser Erleben jeden Moment selbst, da könnten wir doch gleich eine Realitätskonstruktion wählen, welche uns hilft. Denn auch, wenn diese womöglich falsch ist, hilft sie mir heute und tut mir gut. Wenn nach unserem Tod nichts sein sollte, kann es mir ohnehin egal sein. Dann kann ich doch gleich einen Glauben an ein größeres Ganzes, in dem ich völlig aufgehoben bin, wählen, der mir heute guttut, positive physiologische Reaktionen in mir auslöst und sinnlich gute Auswirkungen hat. Zudem werde ich mich mit diesem Glauben auch anders und verbundener verhalten.

Dabei handelt es sich nicht um eine Wahrheit, sondern um ein sinnliches Erleben mit positiven Auswirkungen auf mich und meine Umwelt.

Stell Dir vor, dass nach unserem Tod nichts mehr ist? Viele fühlen sich körperlich und somatisch schlecht, wenn sie an kein Weiterleben nach dem Tod glauben.

Auch für mich selbst hat es positive Auswirkungen in meinem Leben, wenn ich an ein Weiterleben nach dem Tod glaube.


Spirituelle Erfahrungen stellen sich nur mit absichtsloser Absicht ein, also wenn wir uns einer größeren Dynamik hingeben und hierbei unser Streben aufgeben. Wenn wir uns also uns selbst und einem größeren Ganzen anvertrauen, so wie das auch in der Hypnotherapie und dem hypnosystemischen Ansatz von Gunther Schmidt weit verbreitet ist. Spirituelle Erfahrungen sind damit Ressourcen-Trance-Erfahrungen.


Sehr wertvoll ist diesbezüglich die Fortbildung von Gunther Schmidt:

"Spiritualität als zentrale Hilfe in der Therapie von Angst-Prozessen"

Filmtipp: "Jesus meets James Bond - Zu Besuch bei einer Freichristlichen Gemeinde"

Viele Religionsgemeinschaften und Freikirchen arbeiten mit Angst- und Strafängsten, auch wenn sie sich vordergründig noch so modern und hip geben. Sie neurotisieren damit ihre Gläubigen.

Zu meiner Person: Ich habe Katholische Theologie studiert und bin sehr inspiriert und geprägt vom hypnosystemischen Ansatz von Gunther Schmidt.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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