Platonische und asexuelle Partnerschaften - Paarberatung

Florian Friedrich • 31. Juli 2025

Ist es gut und normal, wenn meine Partnerschaft asexuell und platonisch ist?

Ja, platonische Partnerschaften können stabil und gesund sein. Sexuelle Lustlosigkeit kann und sollte nur dann sexualtherapeutisch behandelt werden, wenn die betroffenen Menschen oder Paare darunter leiden. Platonische Partnerschaften können nämlich auch sehr erfüllend und wertvoll erlebt werden.


Ich biete Paartherapie und Paarberatung an, wenn Sie darunter leiden, dass Ihre Partnerschaft platonisch geworden ist.

Platonische und asexuelle Partnerschaften - Paarberatung

Warum sollte ich Sex haben, wenn ich keine Lust fühle?

Insofern kann es eine berechtigte Frage zur Selbsterforschung sein, warum ich überhaupt Lust auf Sex haben sollte oder warum man/frau in einer Partnerschaft Sexualität praktizieren sollte, wenn beide keine Lust darauf spüren.
Es gibt viele Paare, die in gegenseitiger Übereinstimmung keine Sexualität praktizieren und dabei glücklich und zufrieden sind. Hier bedarf es dann natürlich keiner Sexualtherapie, sondern höchstens der Aufklärung und Beratung, dass jedes Paar seinen eigenen Weg gehen darf und sollte.
Auch gibt es immer wieder Menschen, die denken, sie seien psychisch krank, weil sie keine sexuellen Bedürfnisse spüren und somit nicht der gesellschaftlichen Mehrheit angehören. Diese Menschen haben mitunter die Angst, „nicht normal“ zu sein, und die sexuelle Konsum- und Leistungsideologie stempelt asexuelle Menschen zudem rasch als „gestört“ ab.

Asexualität ist allerdings keine psychische Erkrankung. In diesem Fall sollte der/die Therapeut*in dem asexuellen Menschen Mut machen und ihm seine Angst nehmen, indem er/sie seine Selbstsicherheit stärkt.

Filmtipp: "Liebe ohne Sex - geht das? | Alles Liebe!"

Bedürfnisse nach Sex können stark schwanken

Aber auch bei nicht-asexuellen Menschen kann die sexuelle Lust oder Lustlosigkeit stark variieren, und zwar nicht nur von Mensch zu Mensch (interindividuell), sondern auch von Situation zu Situation und je nach Lebensumständen und Partnerschaft (intraindividuell).


Wichtig ist es immer, sich zu fragen:

  • Was spüre ich emotional und körperlich?
  • Spüre ich Lust, sexuelle Spannung und Erregung?
  • Oder spüre ich Liebe und Zuneigung, aber keine sexuelle Lust?
  • Spüre ich vielleicht sogar Ekel, Abneigung und Wut?
  • Welche Impulse habe ich: hin zu meiner/meinem Partner*in oder weg von ihm/ihr? Oder falle ich sogar in einen Freeze-Zustand?
  • Oder spüre ich gerade Zuneigung und das Bedürfnis nach Nähe und kuschle mal mit meiner/meinem Partner*in und schaue, was sich sexuell entwickelt oder auch nicht?


Sexueller Zwang und Druck schaden der Beziehung

Viele Menschen übergehen ihre eigenen authentischen Körpergefühle, Emotionen und Bedürfnisse und zwingen sich regelrecht zum Sex, weil es die Gesellschaft, sexuelle Normen oder die/der Partner*in erwartet. Als Sexualtherapeut helfe ich Ihnen mit der Methode der Personalen Existenzanalyse, ihre ureigenen sexuellen Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse, aber auch ihre Impulse zu bergen und authentisch mit ihnen umzugehen.

Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Hannes Heissl 30. August 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Weiße Rosen in einem Rosengarten vor schneebedeckten Bergen – poetisches Bild für Selbstreflexion
von Florian Friedrich 30. August 2026
Podcast über Psychotherapie und Hypnosystemik: Selbstwert, innere Muster, Glaubenssätze und die Frage, wie wir anders mit uns selbst umgehen können.
Mensch zwischen verschiedenen inneren Zuständen – Hypnosystemik und Selbstregulation
von Florian Friedrich 21. August 2026
Du bist nicht dein Zustand: Erfahren Sie, wie innere Zustände Wahrnehmung und Verhalten beeinflussen und wie Hypnosystemik neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
Verschwörungstheorien: Rufschädigung von Michaela Huber?
von Florian Friedrich 14. August 2026
Was sind Rituelle Gewalt und Satanic Ritual Abuse (SRA)? Rituelle Gewalt und SRA gibt es nicht, sie sind ein Märchen, eine Urbane Legende. Das Konstrukt ist eine Verschwörungstheorie, die unter Psychotherapeut*innen weit verbreitet ist und nicht hinterfragt wird. Die bekannte Traumatherapeutin Michaela Huber gilt als eine der Hauptvertreterinnen dieser Theorie. Das Narrativ behauptet, dass geheime Organisationen, wie etwa Satanssekten, im Untergrund Kinder missbrauchen, foltern, abrichten und mittels Mind Control fernsteuern. Rituelle Gewalt werde von der Politik, von der Justiz, von der Polizei und den Reichen und Mächtigen verschleiert. Gerade der nicht empirische Nachweis der Rituellen Gewalt sei ein Beweis für deren Existenz. Auch Behandlungsfehler durch Traumatherapeut*innen und das Suggerieren falscher Erinnerungen sind kein Beweis für die Existenz Ritueller Gewalt. Wer sich kritisch dagegen äußert, der wird massiv angefeindet und ihm wird rasch unterstellt, dass er selbst ein Teil dieser großen Verschwörung sei oder zumindest generell Gewalt an Kindern rechtfertige, ganz nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich und auch gegen alle Opfer von Gewalt." Viele meiner Kolleg*innen wissen gar nicht, dass es sich bei dieser dümmlichen Theorie lediglich um ein Verschwörungsnarrativ handelt. Eine Klarstellung oder: Wer hat hier ihren eigenen einst guten Ruf geschädigt? Die bekannte Psychotherapeutin Michaela Huber verbreitet Verschwörungsgeschichten zu Satanismus, Satanic Panic und Ritueller Gewalt. Diese konnten bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Somit handelt es sich bei Ritueller Gewalt um eine Urbane Legende bzw. um ein Verschwörungsnarrativ, welches ein False-Memory-Syndrom suggerieren kann. Nachdem mir eine Kollegin auf einer Social-Media-Plattform unterstellt hat, ich würde bei der "renomierten" Kollegin Michaela Huber Rufschädigung und Diskreditierung begehen, dass diese mittlerweile entlastet worden sei (falsch!), dass ich ihren therapeutischen Ansatz abwerte (richtig, da fühle ich mich verstanden, wobei eine Verschwörungstheorie in meiner Welt kein psychotherapeutischer Ansatz ist) und dass mein Beitrag „vollkommen überflüssig sei“, habe ich ihr folgendes geantwortet: Michaela Huber gilt heute als sehr umstritten und wird sogar auf Wikipedia heftigst als Verschwörungstheoretikerin kritisiert. In Österreich würde ich Michaela Huber sofort bei der Ethikkommission melden, und eventuell würde ihr sogar die Zulassung als Psychotherapeutin entzogen werden, wenn sie sich nicht von ihren Verschwörungsgeschichten zur rituellen Gewalt distanziert. In Deutschland ist das leider etwas schwieriger. Michaela Huber wurde keinesfalls entlastet und konnte ihre Theorien bis heute nie beweisen. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein oder die Bereitschaft, in einen wissenschaftlichen Dialog und Diskurs zu treten, verbreitet sie nach wie vor ihre esoterische Ideologie. So dürfen sich Psychotherapie-Schulen oder traumatherapeutische Ansätze, die einen seriösen Anspruch nach dem State-of-the-Art haben, nicht verhalten, so verhalten sich allerdings Sekten (was paradox ist, denn Huber postuliert ja, Satanssekten aufzudecken). Hier werden Huber und ihre Jünger*innen dem ganz ähnlich, was sie zu bekämpfen suchen.