Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Homosexualität / Bisexualität – Traumatherapie mit Berührung

Florian Friedrich • 1. Januar 2024

Körperorientierte und bindungsorientierte Traumatherapie für schwule und bisexuelle Männer

Männer leiden nicht direkt unter ihrer Homosexualität bzw. Bisexualität, sondern indirekt, wenn sie unter toxischer Scham und verinnerlichter Homophobie wegen ihrer sexuellen Orientierung leiden. Viele haben zudem Bindungsstörungen entwickelt und können nur durch anonymen Sex Näher und Kontakt herstellen.


Ich biete körperorientierte Traumatherapie und Psychotherapie an, wenn Du Dich für Deine Homosexualität / Bisexualität schämst. Wenn Du Berührungen auf Sex reduzierst, biete ich korrigierende und gesunde Bindungs- und Berührungserfahrungen als Referenzmodell an, damit Du Deine Berührungs- und Bindungsmuster umlernen und verbessern kannst.

Selbstverständlich können auch heterosexuelle Männer und Frauen in meine körperorientierte Therapie kommen.

Psychotherapie mit Berührung und Körperkontakt

Körperorientiertes Vorgehen

Weil Körperkontakt ein Menschenrecht sein sollte.

Körperkontakt ist bei Bindungs- und Entwicklungstraumen essentiell. Viele schwule und bisexuelle Männer haben aufgrund der verinnerlichten Ablehnung, manifester psychischer Gewalt, Stigmatisierungen, Diskriminierungen, Konversionstherapien und mangelnden Spiegelung schwere Bindungs- und Beziehungstraumen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen entwickelt. Hierbei handelt es sich um typische Traumafolgesymptome.

Sie können dann Nähe und Kontakt nur durch Sexualität regulieren oder überhaupt herstellen. Gerade in der kommerzialisierten Schwulenszene und auf den einschlägigen Internet-Dating-Portalen geht es sehr übergriffig, gewaltvoll, narzisstisch und egozentrisch zu (auch dies sind typische Traumafolgesymptome und Ausdruck von Minderheitenstress), und viele Männer leiden unter gravierenden Bindungsstörungen. Sie können Nähe nur durch raschen, anonymen Sex zulassen und behandeln ihre Sexualpartner nicht als Menschen, sondern reduzieren diese auf ihre Geschlechtsorgane.


Im Rahmen meiner Psychotherapie biete ich als therapeutische Intervention Berührungen an, damit Du die Erfahrung machen kannst, dass Berührungen und Körperkontakt nicht automatisch sexualisiert und sexuell aufgeladen sein müssen. Auf diese Weise kannst Du lernen, Dich tiefer und echter auf andere Männer bzw. Menschen einzulassen und musst nicht habituiert Körperkontakt mit Sex assoziieren.

Video: "Wie wichtig sind Berührung und Körperkontakt?"

Die von mir sehr geschätzte Traumatherapeutin Dami Charf klärt in diesem Video auf, warum ein gesunder und nicht sexueller Körperkontakt Bestandteil einer modernen Psychotherapie sein sollte und wie er zur Heilung führen kann.


Berührungen fördern unsere Fähigkeiten zur Bindung und Selbstregulierung

Körperkontakt dient uns Menschen als sozialen Säugetieren der Selbstregulierung. Babys ohne Körperkontakt sterben sogar. Körperliche Berührungen sind so viel mehr als Sexualität. Es geht dabei um physische und emotionale Berührung und um berührt-Werden.

Denn auch Körperkontakt mit Menschen außerhalb erotischer Beziehungen zu haben (etwa mit dem besten Freund) verändert unsere Kontakt- und Beziehungsfähigkeit zum Positiven.


Es gibt Menschen, die noch nie gesunde und absichtslose Berührungen erlebt haben und vorerst von diesen gesunden Körperkontakten massiv irritiert sind. Berührungen und Körperkontakt müssen wir als Kinder lernen, wir können sie aber auch nachlernen, denn es ist im Gegensatz zur Volksmeinung nie zu spät.  

Gesunder Körperkontakt kann bei Dir allerdings zunächst Gefühle tiefer toxischer Scham und existentielle Ängste hervorrufen. Diese kannst Du im Rahmen meiner Traumatherapie zu regulieren lernen.

Dies braucht Zeit und einen sicheren Raum.


Was ist Sinnlichkeit?

Sinnlichkeit wird in unserer Gesellschaft meist nur noch mit Sex und Sexualität verbunden. Sie meint aber eigentlich Achtsamkeit, Lebendigkeit, Flow, Nähe und Transzendenz. Sinnlichkeit meint dann alles, was ich fühle, spüre und mit dem ich mich verbunden fühle. Dies erfordert Aufmerksamkeit. Denn Sinnlichkeit will immer wieder kultiviert werden und braucht Langsamkeit. Sie findet nur im Hier und Jetzt statt.

Unsere Gesellschaft ist hochgradig sexualisiert und zugleich hochgradig unsinnlich.


Zu meiner Person und meine berufsethische Haltung

Ich bin schwul und lebe in einer homosexuellen Partnerschaft. Ich setze Berührungen als therapeutische Intervention nur dann ein, wenn wir uns beide dabei wohl fühlen und diese wirklich für uns stimmig sind. Jede nicht sexuelle Berührung außerhalb des Intimbereichs und der erogenen Zonen, die nicht meine eigenen Bedürfnisse befriedigt (dies wäre Missbrauch), ist dann legitim.

Ich setze Berührungen also nur dann ein, wenn sie therapeutisch Sinn machen. Ich bin kein Kuscheltherapeut (diese Berufsgruppe gibt es auch, etwa die Kuschelkiste)

Körperkontakt ist natürlich kein Allheilmittel, sondern eine gute Ergänzung zur bindungsorientierten Traumatherapie.

Ich lasse meine berufliche Traumaarbeit fortlaufend von anderen PsychotherapeutInnen supervidieren.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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