Treue und Fremdgehen in schwulen Partnerschaften - Paarberatung

Florian Friedrich • 5. August 2025

Gehen Männer in homosexuellen Partnerschaften häufiger fremd?

Nein, schwule Männer gehen nicht häufiger fremd. Denn Promiskuität ist ein menschliches Phänomen und kein spezifisch homosexuelles. Der Vorwurf des häufigen Partnerwechsels und der Promiskuität kann sogar eine Projektion derjenigen sein, die abgelehnte sexuelle Impulse bei homosexuellen und bisexuellen Männern bekämpfen.


Ich biete Paarberatung und Paartherapie an, wenn Fremdgehen Ihre Partnerschaft belastet.

Treue und Fremdgehen in schwulen Partnerschaften - Paarberatung

Monogamie und Treue liegen nicht biologisch in der menschlichen Natur begründet

Zu Bedenken ist auch, dass zahlreiche ethnologische Befunde darauf hinweisen, dass beim Menschen nicht von einer biologisch angelegten Monogamie gesprochen werden kann. Vielmehr formen erst Kultur und Sozialisation die Monogamie.

In der Zeit der Adoleszenz und des jungen Erwachsenenalters jedenfalls sind Partner*innenwechsel im Allgemeinen sehr häufig, also sowohl bei heterosexuellen als auch bei homosexuellen und bisexuellen Männern und Frauen.

Fremdgehen und Seitensprünge finden sich auch in zahlreichen heterosexuellen Partnerschaften. In schwulen Partnerschaften wird über Fremdgehen und über Nebenbeziehungen jedoch offener gesprochen, und diese werden transparenter ausgehandelt. Heterosexuelle Menschen hingegen verheimlichen ihr Fremdgehen häufiger.


Polyamorie/Polygamie ist nicht per se besser als Monogamie und umgekehrt

Zu beachten ist, dass es sich bei den oben beschriebenen Verhaltensweisen immer nur um Trends handelt. Es gibt auch viele Männer, die in schwulen Partnerschaften heimlich fremdgehen und umgekehrt heterosexuelle Paare, die offen polygam oder polyamor leben.

Auch ist eine offene Partnerschaft bzw. Polygamie und Polyamory nicht das bessere Modell einer Partnerschaft. Was stimmt und passend ist, müssen beide Partner*innen, abgestimmt auf ihre authentischen Bedürfnisse, aushandeln und dann im Lebensvollzug prüfen. Zu behaupten, ein Partnerschaftsmodell sei besser als andere, wäre Ideologie und würde an den jeweiligen Bedürfnissen der Partner*innen vorbeigehen.

Film zu Homosexualität und Polyamorie: "Polyamorie: Kann das echte Liebe sein?"

Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich • 2. Oktober 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Schematische Darstellung des menschlichen Gehirns als leuchtendes organisches Organ, von dem sich ab
von Florian Friedrich • 29. September 2026
Kritische Analyse von Florian Friedrich: Warum Mind Control neurobiologisch unmöglich ist und suggestive Therapie Scheinerinnerungen erzeugt.
Eine frisch aufgeschnittene gelbe Zitrone mit spritzenden Safttropfen auf einem Holztisch.
von Florian Friedrich • 28. September 2026
Warum Modelle wie „Translogik“ (Huber/Petkova) in der Traumatherapie wissenschaftlich unhaltbar sind. Fakten zu Dissoziation und False Memories.
Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.