Kostenlose Psychotherapie/Sexualtherapie/psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 8. Januar 2026

Ich biete kostenlose Therapieplätze für Menschen mit geringem Einkommen und Bezieher*innen von Rehabilitationsgeld

Wie komme ich zu einem gratis-Therapieplatz?

Diese sind für Menschen mit geringem Einkommen oder Rehageld-Bezieher*innen reserviert. Die kostenlosen Therapieplätze sind kontingentiert und werden nach Antragstellung von der ÖGK voll finanziert - ganz ohne Selbstbehalt.


Ich biete kostenlose Psychotherapieplätze und Hilfe für wirtschaftlich schwache Menschen und Bezieher*innen von Rehabilitationsgeld an.

Kostenlose Psychotherapie/Sexualtherapie/psychologische Hilfe

Film: "Psychische Störungen sind verbreitet: Warum man so lange auf kassenfinanzierte Therapien warten muss"

In Österreich und Deutschland muss man oft lange auf einen gratis Psychotherapieplatz warten. In Salzburg ist das nicht der Fall. Salzburg gilt sogar österreichweit als Best Practice Beispiel für eine gute psychotherapeutische Versorgung. Das Kontingent an kostenlosen Psychotherapieplätzen ist nicht einmal ausgeschöpft.


Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) fordert die Aufhebung der Kontingentierung der Kassenpsychotherapieplätze und bessere Rahmenbedingungen für Psychotherapeut*innen.


Wie bekomme ich in Salzburg und in Österreich einen kostenlosen Platz für eine Psychotherapie?

Die Kriterien im Überblick:

  • wirtschaftlich schwach, d.h. wer auch von Rezeptgebühren befreit ist
  • Bezieher*innen von Rehageld
  • Versicherte der ÖGK, SVS und BVAEB
  • nur bei Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg
  • ein Antrag ist notwendig


Für wen?

Im Bundesland Salzburg gibt es bei eingetragenen Psychotherapeut*innen kostenlose Therapieplätze, wenn Menschen ein geringes Einkommen haben, d.h. wirtschaftlich schwach sind oder Rehabilitationsgeld beziehen. Versicherte der ÖGK, die ihren Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben und die Kriterien für die Rezeptgebührenbefreiung erfüllen, können Psychotherapie als Sachleistung gratis in Anspruch nehmen und haben dann gar keinen Selbstbehalt mehr. Sie bezahlen somit 0 € für eine Psychotherapie. Für einen kostenlosen Therapieplatz müssen Sie zusammen mit Ihrem/Ihrer Therapeuten/Therapeutin einen Antrag bei der Krankenversicherung stellen.

Wirtschaftlich schwache Personen und Rehageld-Empfänger*innen

Wer bei der ÖGK Salzburg oder der BVAEB Salzburg versichert ist und seinen Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg hat, der kann Einzelpsychotherapie als Sachleistung (mit Ausgleichszahlungen aus Landesmitteln und ohne Kostenbeteiligung) in Anspruch nehmen. Den Berechnungen liegt das Nettoeinkommen bei der Rezeptgebührenbefreiung zugrunde.


Kostenlose Plätze für Student*innen mit schweren psychischen Symptomen

Student*innen, die ihren Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben, erhalten Psychotherapie für wirtschaftlich Schwache und können auch von WS-Psychotherapeut*innen behandelt werden, wenn sie schwere psychische Erkrankungen aufweisen. Das ist etwa bei schweren Depressionen der Fall, bei Suizidalität, oder wenn die psychische Erkrankung es unmöglich macht, eine Arbeit zu finden bzw. zu arbeiten, Freund*innen zu finden, zu studieren bzw. das Studium zu beenden.

Zumindest müssen bei Studierenden folgende Kriterien vorliegen:

  • Ernste Symptome, wie etwa Suizidgedanken, schwere Zwangsrituale, häufige Ladendiebstähle
  • ODER wenn die soziale, berufliche, schulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.  Das ist etwa dann der Fall, wenn Personen keine Freund*innen haben oder nicht fähig sind, eine Arbeitsstelle zu behalten.


Die Richtwerte

Das monatliche Nettoeinkommen darf dabei im Jahr 2025 folgende Richtwerte nicht übersteigen:

  • Alleinstehende Menschen: 1.308,39 Euro
  • Alleinstehende Personen mit einem erhöhtem Medikamentenbedarf:  1.504,65 Euro
  • Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften/Partnerschaften: 2.064,12 Euro
  • Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften/Partnerschaften mit erhöhtem Medikamentenbedarf:  2.373,74 Euro
  • Richtwerterhöhung pro mitversichertes Kind: 201,88 Euro


Wichtig: Dem Einkommen der versicherten Person wird das Einkommen der Ehegattin/des Ehegatten oder des/der Lebenspartners/Lebenspartnerin hinzugerechnet. Auch Einkommen von anderen Personen, die im selben Haushalt leben, werden mit 12,5 Prozent berücksichtigt.


Der Antrag bei den Versicherungen

Die Prüfung des geringen Einkommens erfolgt bei Versicherten der ÖGK nach Stellung eines Antrages durch die ÖGK Salzburg. Wenn Sie bei der BVAEB Salzburg versichert sind, dann müssen Sie den Antrag bei der BVAEB Salzburg stellen.


Hier finden Sie übrigens Psychotherapeut*innen mit kostenlosen Therapieplätzen


Die neue Regelung für Menschen mit geringem Einkommen hat einige Vorteile:

  • gar kein Selbstbehalt mehr
  • keine beschämende Begutachtung mehr durch Fachärzt*innen der Behörde
  • auch keine halbjährlichen Verlängerungsanträge mehr mit neuerlicher Begutachtung
  • anonymisierte Antragsformulare bei der ÖGK
  • das Salzburger Modell für Wirtschaftlich Schwache gilt als Best Practice Beispiel


Wird eine Sexualtherapie von der Krankenkasse übernommen?

Eine Sexualtherapie wird auch bei Menschen mit geringem Einkommen nur dann übernommen, wenn ein psychischer Leidensdruck vorliegt, d.h. wenn eine psychische Diagnose vorliegt. Dies können sein:

  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen
  • Sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung
  • Versagen genitaler Reaktionen
  • Orgasmusstörung
  • Vorzeitiger Orgasmus
  • Nichtorganischer Vaginismus
  • Nichtorganische Dyspareunie (Schmerzen in der Vagina während der versuchten oder vollzogenen vaginalen Penetration)
  • Gesteigertes sexuelles Verlangen
  • Sonstige sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
  • Nicht näher bezeichnete sexuelle Funktionsstörung, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit


Gibt es bei der Paartherapie auch eine Kostenübernahme?

Nein, Paartherapie, Paarberatung und psychologische Beratung zählen nämlich nicht zur Psychotherapie. Aus diesem Grund werden die Kosten auch nicht von den gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn ein*e Partner*in unter einer psychischen Erkrankung leidet und diese die Partnerschaft belastet, dann kann es sinnvoll sein, dass beide Partner*innen gemeinsam an einer Psychotherapie teilnehmen.


Das kann etwa bei folgenden psychischen Erkrankungen sinnvoll sein:

  • Angststörungen,
  • Depressionen
  • Zwangsstörungen
  • Sexualstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Traumen und Traumafolgestörungen
  • Psychosen und Schizophrenie
  • Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen


Alle Refundierungen und Zuschüsse im Überblick

Wie viel bekomme ich zurück, wenn ich keinen kostenlosen Therapieplatz bekomme?

Wenn Sie keinen Therapieplatz für Menschen mit geringem Einkommen erhalten (etwa weil das Gehalt über dem Richtwert liegt), dann leisten die Krankenkassen Zuschüsse zu jeder Stunde, die der/die Patient*in bezahlt hat:


Im Jahr 2024 sind das folgende Sätze:

ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse)

Die Österreichische Gesundheitskasse erbringt bei Fehlen vertraglicher Regelungen folgende Kostenzuschüsse:

Einzelsitzung 60 Minuten 33,70 € (= 50 Min Therapie und 10 Min Admin-Arbeit)
Einzelsitzung 30 Minuten 19,30 €

Gruppensitzung (maximal 10 Personen) 45 Minuten 8,50 €

Gruppensitzung (maximal 10 Personen) 90 Minuten 12,10 €

Gruppensitzung (maximal 10 Personen) 135 Minuten 20,50 €

Familiensitzung (mindestens 3 Personen) 75 Minuten 42,70 €

Familiensitzung (mindestens 3 Personen) 100 Minuten 60,10 €


BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau)

Die BVAEB leistet Kostenzuschüsse für die Psychotherapie, die jährlich angepasst werden. Seit 1.1. dieses Jahres gelten folgende Beträge:

Einzelsitzung ab 25 Minuten 29,20 €
Einzelsitzung ab 50 Minuten 50,50 €

Gruppensitzung ab 45 Minuten, je Anspruchsberechtigten 11,90 
€ Gruppensitzung ab 90 Minuten, je Anspruchsberechtigten 16,90 €


Weitere Informationen der BVAEB zur Erhöhung der Zuschüsse finden Sie hier.


SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen)
Einzelsitzung ab 50 Minuten 50
,00 €
Einzelsitzung ab 25 Minuten 29,18 €
Gruppensitzung (max. 10 Personen) ab 90 Minuten pro Person 16,68 €
Gruppensitzung (max. 10 Personen) ab 45 Minuten pro Person 11,68 €


Weitere Informationen der SVS zur Erhöhung der Zuschüsse finden Sie hier.


Die Honorarnoten können bei den verschiedenen Versicherungsträgern zur Refundierung eingereicht werden. Dabei muss eine psychische Symptomatik oder Erkrankung vorliegen, die eine psychotherapeutische Krankenbehandlung notwendig macht.

Film: "Warum du bei Depression so lange auf einen Therapieplatz warten musst"

Schematische Darstellung des menschlichen Gehirns als leuchtendes organisches Organ, von dem sich ab
von Florian Friedrich • 29. September 2026
Kritische Analyse von Florian Friedrich: Warum Mind Control neurobiologisch unmöglich ist und suggestive Therapie Scheinerinnerungen erzeugt.
Eine frisch aufgeschnittene gelbe Zitrone mit spritzenden Safttropfen auf einem Holztisch.
von Florian Friedrich • 28. September 2026
Warum Modelle wie „Translogik“ (Huber/Petkova) in der Traumatherapie wissenschaftlich unhaltbar sind. Fakten zu Dissoziation und False Memories.
Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
Abstraktes Profil eines menschlichen Kopfes, bei dem sich mechanische Strukturen in organische Licht
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Die Grenzen therapeutischer Mythen und die biologische Realität von Traumareaktionen In der professionellen Begleitung von schwer traumatisierten Menschen im Opferschutz begegnen uns im Internet, in Fachbüchern und in populärwissenschaftlichen Publikationen hochkomplexe, oft beängstigende Begriffe. Wer nach Unterstützung bei schweren Traumata sucht, stößt unweigerlich auf weitreichende Behauptungen über organisierte Kriminalität, psychologische totale Kontrolle und sogenannte „Mind-Control-Systeme“. Als Traumatherapeut halte ich eine methodisch saubere, rationale und kognitionspsychologische Überprüfung dieser Thesen für unerlässlich. Anhand der öffentlich vertretenen Positionen der Autorin Valeria Petkova lässt sich ein zentrales epistemologisches Problem aufzeigen, das in Teilen der Traumatherapie zunehmend an Raum gewinnt. Es geht hierbei ausdrücklich um eine sachliche, wissenschaftliche Prüfung von Argumenten und logischen Strukturen, frei von persönlichen Abwertungen. In diesem Artikel unterziehe ich das Narrativ der Mind Control einen harten Faktencheck und überprüfe es auf seine empirische Evidenz.