Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Erektionsprobleme - Sexualtherapie und Sexualberatung

Florian Friedrich • 23. Oktober 2024

Wann werden Schwierigkeiten mit der Erektion zum Problem?

Erektionsprobleme sollten nur dann im Rahmen einer Sexualtherapie und Sexualberatung behandelt werden, wenn der betroffene Mann deswegen einen subjektiven Leidensdruck empfindet. Manchen Männern ist die Erektion gar nicht wichtig, sie konzentrieren sich auf das, was ihnen und ihren Partner*innen beim Sex Lust bereitet und Freude macht.


Eine sogenannte "Potenzschwäche" ist nach hypnosystemischer Sicht eine hohe Kompetenz. Mein Körper signalisiert mir, dass z.B. etwas in der Partnerschaft fehlt, dass ich zu gestresst bin, dass ich gerade nicht bereit für Sex bin, dass ich zu viel beim Sex leisten möchte, Versagensängste, Verlustängste, Bindungsängste habe u.v.m.


Ich biete bei Erektionsproblemen psychologische Hilfe und Sexualtherapie in Salzburg an, online auch in Wien, München, Hamburg und Berlin.

Erektionsprobleme - Sexualtherapie und Sexualberatung

Helfen Potenzmittel?

Erektionsprobleme, die keine körperlichen Ursachen haben (etwa altersbedingte), haben fast immer psychische Ursachen. In diesem Fall hilft auch das Potenzmittel Sildenafil wenig, weil dieses zwar den Körper zu einer Erektion zwingt, die psychischen Ursachen der Erektionsschwäche jedoch nicht beseitigt.

Film: Erektionsstörung und Lustlosigkeit: Wie wichtig ist Sex in einer Beziehung? I 37 Grad

Ein Beispiel aus der Praxis:

Herr A. musste einmal die Erfahrung machen, dass er mit einer Frau schlafen wollte und er keine volle Erektion bekam. Bei zukünftigen sexuellen Erlebnissen begann er sich deshalb ganz genau selbst zu beobachten, ob denn sein Penis auch wirklich steif werde. Das erzeugte bei ihm Stress, Druck und Angst. Zu Beginn des Sex hatte er noch große Lust, doch dann schaltete sich seine Ängstlichkeit ein und er verlor seine Erektion. Er entwickelte eine schwere Erwartungsangst vor weiteren Erektionsproblemen, die sich von nun an regelmäßig einstellten.

Auch hier wird der Teufelskreis aus Angst, Selbstbeobachtung, erlebtem Versagen und noch größerer Angst offensichtlich. Zuviel Angst, Druck und Stress sind Lust- und Erektionskiller. Die Erektionsprobleme sind eigentlich ein hilfreiches Symptom. Der Körper sagt dem betroffenen Mann: „Mit so viel Erwartungsangst, Selbstbeobachtung und Stress spiele ich sicherlich nicht mit“.

Ein Ausweg wäre, dem Mann in der Sexualtherapie zu helfen, aus der ängstlichen Selbstbeobachtung herauszukommen und sich ganz achtsam seiner sexuellen Lust hinzugeben, seine Aufmerksamkeit also woanders hinzulenken. Er könnte z.B. herausarbeiten, was sein Profil als guter Liebhaber ist und bei welchen Sexualpraktiken er seinen Partner*innen Lust bereiten könnte (etwa durch aktiven Oralverkehr, beim Petting), unabhängig von seiner Erektion. Auch Männer mit starken Erektionsschwierigkeiten bekommen rasch einen steifen Penis, wenn sie vergessen, sich selbst zu beobachten und sie in der lustvollen Sexualität ganz aufgehen. So bekommt der betroffene Mann etwa eine harte Erektion, wenn er seine Partnerin beim Sex mit den Fingern vaginal streichelt oder sie aktiv oral befriedigt.


Die vielfältigen Ursachen von Erektionsstörungen

Erektionsprobleme können viele Ursachen haben, oft auch paardynamische, zwischenmenschliche Konflikte in der Partnerschaft, Verlustängste, Leistungsdruck, Unsicherheit u.v.m.

Film: "Wie funktioniert eine Erektion? | Wer nicht fragt, stirbt dumm"

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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