Mag. Florian Friedrich, BA
Psychotherapeut (Existenzanalyse, Humanistische Orientierung)
Mail: florian.friedrich@psychotherapie-salzburg.de
Adressen: Innsbrucker Bundesstraße 47
und Fürstenallee 9
5020 Salzburg
Österreich
Mag. Florian Friedrich, BA
Psychotherapie, Beratung und Coaching
Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine
für neue Klient*innen anbieten.
In Österreich gibt es unter MSM (Männern, die Sex mit Männern haben), gerade ein Cluster von Shigellen. Shigellen sind bakterielle Erreger und zählen zu den sexuell übertragbaren Infektionen. Die Krankheit ist auch unter Bakterieller Ruhr, Bakterienruhr, Shigellenruhr oder Shigellen-Dysenterie bekannt.
Shigellen werden hauptsächlich durch verunreinigtes Trinkwasser oder verschmutzte Lebensmittel übertragen. Es handelt sich dabei um eine infektiöse Durchfallerkrankung. In Industrienationen ist diese Infektion selten, allerdings kommt es immer wieder zu Clustern unter MSM (homosexuellen und bisexuellen Männern). Sexuell wird die Krankheit vor allem beim Anilingus übertragen, also beim Riming und Lecken des Afters. Ansteckend sind Personen während der akuten Infektion und solange der Erreger mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Dieser Zeitraum kann eine Woche bis vier Wochen andauern.
Die Shigellen-Bakterien dringen in die obere Schicht des Dickdarms ein und können dort zu Entzündungen führen. Dabei sondern die Bakterien Gifte ab, die Durchfälle verursachen.
Shigellen-Infektionen können sehr schwer verlaufen und sollten deshalb immer mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings gibt es bei Shigellen schon viele Resistenzen gegen Antibiotika, weshalb vor der Therapie eine Resistenztestung durchgeführt werden sollte.
Wer sich beim Anilingus vor Shigellen und anderen Darmerkrankungen schützen möchte, kann ein Lecktuch über den Schließmuskel legen. Beim Anilingus können nämlich Darmparasiten, Würmer, Bakterien, Chlamydien und Gonokokken leicht übertragen werden.
Shigellen sind in Österreich meldepflichtig.
Anmerkung des Autors: Als Mitarbeiter der Aidshilfe Salzburg möchte ich darauf hinweisen, dass diese Informationen nicht dazu missbraucht werden dürfen, um homo- und bisexuelle Menschen zu diskriminieren. Die meisten Männer, die Sex mit Männern haben, sind nämlich sexuell völlig gesund. Bei einem Cluster handelt es sich lediglich um eine statistische Auffälligkeit in einer bestimmten Population, die nichts über das sexuelle Verhalten des Einzelnen aussagt und nicht für homophobe Ideologien missbraucht werden darf.
Sexuell übertragbare Krankheiten können jeden treffen.