Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Krebs - Psychoonkologie und Psychotherapie Salzburg / Hamburg

Florian Friedrich • 2. Februar 2025

Was ist Psychoonkologie?

Die Psychoonkologie ist eine relativ junge Disziplin der Psychotherapie und Psychologie und findet ihre Ursprünge in den 1970er Jahren. Sie arbeitet integrativ-interdisziplinär und versucht, Patient*innen und deren Angehörige im Umgang mit den biopsychosozialen Schwierigkeiten einer Krebserkrankung zu unterstützen.

Je früher Menschen psychoonkologisch gut behandelt und versorgt werden, desto weniger schwer fallen ihre psychologischen und sozialen Folgeschäden aus. Im Nationalen Krebsplan ist eine bedarfsgerechte psychoonkologische Behandlung ein wichtiger Baustein der Behandlung von krebserkrankten Menschen.


Ich biete psychologische Hilfe bei Krebserkrankungen, Psychotherapie und Familienberatung an.

I provide psychological help for patients suffering from cancer, psychotherapy and family counseling.

Krebs - Psychoonkologie und Psychotherapie Salzburg/Hamburg

Krebs - eine der häufigsten Erkrankungen

Krebs ist eine der häufigsten körperlichen Erkrankungen. Obwohl Krebserkrankungen noch immer mit einem hohen Risiko zu sterben und invasiven medizinischen Behandlungsmethoden assoziiert werden, gibt es immer bessere Behandlungsmöglichkeiten und auch immer mehr Menschen, die mit ihrer Krebserkrankung ein langes Leben haben. Die Überlebenden leiden jedoch häufig unter Symptomen, welche denen einer posttraumatischen Belastungsstörung oder Traumafolgestörungen ähneln.

Zudem gibt es auch körperliche Folgeschäden, da viele medizinische Therapien und Behandlungen die körperliche Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigen. Somit kann sich die Lebensqualität massiv verschlechtern und es kann zu negativen psychosozialen Folgen kommen.


Beschwerden bei Patient*innen mit Krebs

Folgende Beschwerden finden sich unter Krebs-Patient*innen häufig:

  • Ängste und Panikattacken
  • Grübelneigung
  • Depressionen
  • Schmerzen
  • Einschränkungen der körperlichen Funktion
  • Erschöpfung und Fatigue
  • Alpträume
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Chronischer Stress (Distress)
  • Sexuelle Funktionsstörungen, sexuelle Unlust, Probleme in der Sexualität und Partnerschaft


32 Prozent aller an Krebs Erkrankten weisen im Laufe der Behandlung psychische Symptome bzw. eine psychische Störung auf.

Darüber hinaus ist oft auch das soziale Umfeld der Betroffenen schwer psychisch belastet. Lebenspartner*innen, die Familie, die Kinder, Freund*innen und Bekannte sind von den Einschnitten indirekt betroffen.

Filmtipp: "Brustkrebs mit 30: So verändert sich das Leben"

Brustkrebs ist auch unter jungen Frauen sehr häufig verbreitet.

Die Aufgaben der psychoonkologischen Versorgung:

  1. Die Psychoonkologie versucht, nach der Diagnose zu klären und zu ordnen.
  2. Sie liefert Informationen über die Krebserkrankung sowie über die Möglichkeiten der Behandlung.
  3. Sie versucht die psychischen Symptome (etwa Angst, Fatigue, Erschöpfung, Depressionen, Schlafstörungen) zu lindern.
  4. Sie aktiviert Selbstheilungskräfte, innere Stärken und verschüttete Ressourcen.
  5. Sie unterstützt die Angehörigen, die Familien und das soziale Umfeld.
  6. Sie stärkt die Gefühle von Kontrolle und Selbstwirksamkeit.
  7. Sie fungiert als Schnittstelle der Kommunikation zwischen Patient*innen, Familien und den Behandler*innen.
  8. Sie begleitet durch die Hilflosigkeit, durch die Krisen und unterstützt bei der Suche nach Sinn. Sie schafft dabei Räume, um über Tabus wie Verluste, das Sterben und den Tod zu sprechen.

Film: "Leukämie: Menschen im Kampf gegen den Krebs"

Krebserkrankungen können starke Todesängste auslösen und konfrontieren uns mit der Endlichkeit unseres Lebens.

Ambulante und stationäre Psychoonkologie

Psychoonkologie kann sowohl stationär als auch ambulant bei niedergelassenen Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen stattfinden. Dabei ist es oft schwierig, als Krebserkrankte*r psychoonkologische Unterstützung zu finden, weil die Versorgungsdichte mitunter sehr gering ist. Zudem haben auch Psychotherapeut*innen eigene Ängste im Umgang mit den Themen schwere Krankheit, Sterben und Tod und vermeiden dann die Arbeit mit der Zielgruppe.


Die psychoonkologische Versorgung in Akutkrankenhäusern arbeitet tendenziell auf der Ebene der Krisenintervention.  Es geht dabei um die Prävention von psychischen Erkrankungen, welche durch eine Krebserkrankung ausgelöst werden können. Auch Belastungen wie Ängste oder Depressivität sollten hier gemindert werden. Psychoonkologische Beratungen (Psychoedukation) und das Vermitteln von Skills, wie etwa Entspannungsverfahren und gute Atemtechniken, sind wichtige Elemente der Akutversorgung. Im Akutkrankenhaus sollten der Umgang mit den Krankheitsfolgen und den Behandlungsfolgen etwas gelernt werden und die Patient*innen bei der Bewältigung unterstützt werden. Auch sollten die Betroffenen informiert und motiviert werden, sich nach der akuten Behandlung psychoonkologische Hilfe im ambulanten Betreuungssetting zu suchen. Machen Patient*innen im Akutbereich positive Erfahrungen mit Unterstützung, Krisenintervention und Psychoonkologie, so ist die Hürde geringer, ambulante Behandlungsangebote in Anspruch zu nehmen.


In der ambulanten psychoonkologischen Psychotherapie unterscheidet sich die Arbeit nicht wesentlich von der Arbeit mit anderen Psychotherapiepatient*innen. Es geht um Begleitung, das Aushalten und Annehmen von schwierigen Emotionen wie Ohnmacht, Hilflosigkeit und Todesangst. Es geht um das Finden eines inneren Halts, um das schwerwiegende und einschneidende Erlebnis im Leben annehmen zu lernen. Ressourcenaktivierung, Resilienzförderung, Hypnose, Hypnotherapeutische Interventionen, Imaginationen, um innere Sicherheit herzustellen und das Lernen von Selbstfürsorge helfen auf diesem Weg. 


Zum Anhören: Hypnose bei Krebs (von Bernhard Trenkle)

Der berühmte Hypnotherapeut Bernhard Trenkle leitet eine Hypnose an, die schon vielen Menschen geholfen hat. Bei einigen Zuhörer*innen hat sich der Krebs sogar zurückentwickelt oder ist verschwunden.



Hypnose bei Krebs

Hypnose und Selbsthypnose können Ihnen helfen, besser mit Ihrer Angst, Verzweiflung und psychischen bzw. körperlichen Belastungen, wie etwa Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Chemotherapie und Atemnot, umzugehen. Auch Schmerzhypnose ist sehr hilfreich.

Chemotherapien und Bestrahlungen werden mit Hypnose besser vertragen und sind oftmals auch wirksamer.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
Share by: