Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Drogensucht und Substanzmissbrauch - psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 2. Januar 2025

Sucht und Abhängigkeit sind sehr verbreitet

Sucht und Abhängigkeit zählen zu den chronischen Erkrankungen, welche neben psychotherapeutischer Begleitung auch der medizinischen Behandlung bedürfen.


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie an, wenn Sie unter Drogenkonsum, Drogensucht oder unter Substanzmissbrauch leiden.

Drogensucht und Substanzmissbrauch - psychologische Hilfe

Was ist Sucht und was ist ein Abhängigkeitssyndrom?

Vom Abhängigkeitssyndrom oder von der Sucht spricht man, wenn Menschen körperliche Beschwerden oder Entzugserscheinungen, aber auch selbstschädigende Verhaltensweise an den Tag legen, nachdem sie über einen längeren Zeitraum psychoaktive Substanzen wiederholt konsumiert haben. Die Betroffenen können von einzelnen oder mehreren Substanzen abhängig sein, aber auch von Verhaltensweisen und Handlungen (Spielsucht, Kaufsucht, Internetsucht).


Die Suchtpersönlichkeit

Oft bleiben nach Psychotherapien weiterhin innere Suchtstrukturen und Suchtdynamiken bestehen – immerhin ist ja Sucht eine der schwersten psychischen Erkrankungen. Die Betroffenen kommen dann u.U. von den Substanzen weg, verhalten sich aber in zwischenmenschlichen Beziehungen nach wie vor abhängig bzw. süchtig oder werden abhängig vom Leisten und Funktionieren, etwa indem sie anderen ständig helfen müssen. Viele Menschen, die unter Suchterkrankungen leiden, haben nämlich auch komplexe Traumafolgestörungen, schwere Früh- und Bindungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen, die sich nur abmildern, jedoch nicht ganz auflösen lassen.


Suchttherapie

Eine Psychotherapie kann Ihnen helfen, die Ursachen und Gründe für Ihr Abhängigkeitssyndrom aufzudecken, um daran zu arbeiten. Auch das Einüben und Trainieren von neuen Strategien, um Ihre Probleme anders, schonender und konstruktiver als mit Sucht zu bewältigen ist ein zentrales Anliegen jeder Psychotherapie.

Film: "Was ist Sucht?"

Der Begriff "Sucht" wird oft falsch und vorschnell verwendet. Erfahren Sie in diesem Film, was Sucht genau ist.


"Suchtfrei durchs Leben – Wie Psychotherapie Ihnen helfen kann

Wer mit einer Sucht kämpft, weiß, wie schwer es ist, sich alleine davon zu befreien. Eine Psychotherapie kann dabei helfen, die Ursachen Ihrer Sucht zu erkennen und neue Strategien im Umgang mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens zu entwickeln. So kann ein suchtfreies oder suchtärmeres Leben Realität werden.


1. Was ist Sucht?

Sucht ist ein komplexes und vielschichtiges Phänomen, das sich auf viele Bereiche unseres Lebens negativ auswirkt.

Im Allgemeinen wird Sucht als eine unkontrollierbare Abhängigkeit von einer bestimmten Substanz oder Verhaltensweise definiert, die negative Auswirkungen auf das Leben des/der Betroffenen hat. Dazu gehören körperliche und psychische Gesundheitsprobleme, soziale Isolation, finanzielle Schwierigkeiten und Beziehungsprobleme.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Sucht nicht nur auf Alkohol oder Drogen beschränkt ist, sondern auch auf Verhaltensweisen wie Glücksspiel, Sexsucht, Kaufsucht, Spielsucht oder Essstörungen zutreffen kann.


Eine professionelle Psychotherapie kann Ihnen dabei helfen, die zugrunde liegenden Ursachen der Sucht zu identifizieren und zu behandeln. Durch die Unterstützung eines/einer erfahrenen Therapeuten/Therapeutin können Betroffene lernen, gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ihre Abhängigkeit zu überwinden. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, wie beispielsweise die kognitive Verhaltenstherapie, die Existenzanalyse, psychodynamische Ansätze oder die systemische Familientherapie.


Um eine*n Psychotherapeuten/ Psychotherapeutin zu finden, der/die gut zu den individuellen Bedürfnissen passt, ist es wichtig, sich Zeit für die Suche zu nehmen und verschiedene Optionen in Betracht zu ziehen. Die Vorteile einer professionellen Psychotherapie sind zahlreich und reichen von einer verbesserten mentalen Gesundheit bis hin zu einem höheren Selbstwertgefühl und einem besseren Umgang mit Stresssituationen. Allerdings können auch Schwierigkeiten auftreten, die Umsetzung des Programms zu bewältigen. Es erfordert oft viel Geduld, Motivation und Ausdauer, um eine Sucht erfolgreich zu überwinden.

Wichtige Faktoren für den Erfolg bei der Bewältigung von Suchtproblemen mit Hilfe einer professionellen Psychotherapie sind eine offene Einstellung, die Bereitschaft zur Veränderung und die Unterstützung durch Familie und Freund*innen. Insgesamt kann eine Psychotherapie ein wichtiger Baustein sein, um Suchtprobleme zu überwinden und ein erfülltes Leben ohne Abhängigkeiten zu führen.


2. Wie kann eine Suchttherapie helfen?

In der modernen Suchttherapie werden verschiedenen Methoden eingesetzt, wie zum Beispiel Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie oder auch körperorientierte Verfahren. Ziel ist es, dem Patienten/der Patientin neue Strategien zur Bewältigung von Stress und negativen Gefühlen zu vermitteln und ihm/ihr dabei zu helfen, ein gesundes Selbstbild aufzubauen. Eine Psychotherapie kann auch dazu beitragen, eventuelle Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen zu behandeln.

Wichtig ist es jedoch, eine*n Therapeuten/Therapeutin zu finden, der/die gut zu einem passt und mit dem/der man eine gute therapeutische Beziehung aufbauen kann. Die Vorteile einer Psychotherapie sind vielfältig: Der/die Patient*in lernt, seine/ihre Gedanken und Gefühle besser zu verstehen und kann dadurch selbstbewusster und zufriedener werden. Auch das Risiko eines Rückfalls wird durch die regelmäßigen Therapiesitzungen reduziert. Allerdings gibt es auch Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Umsetzung des Programms, wie zum Beispiel lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz oder finanzielle Aspekte. 

Film: "Kampf gegen Drogensucht: Keine Chance auf einen Therapieplatz"

Eine große Hürde besteht darin, dass viele Menschen oft Monate auf einen Therapieplatz warten müssen.


3. Welche Methoden werden in der Suchttherapie angewandt?

Eine häufig angewandte Methode sind verhaltenstherapeutische Ansätze, bei der negative Gedankenmuster und Verhaltensweisen identifiziert und durch positive Alternativen ersetzt werden. Eine weitere Methode ist das Motivational Interview oder die Willensstärkungsmethode der Existenzanalyse, welche darauf abzielen, den inneren Antrieb der von Sucht Betroffenen zur Veränderung zu stärken. Auch Entspannungsübungen wie Achtsamkeitsmeditationen, Defusions-Übungen, Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung können Teil der Suchtttherapie sein. Je nach individuellen Bedürfnissen und Problemen des Patienten/der Patientin kann ein*e Therapeut*in verschiedene Methoden kombinieren und anpassen, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass keine Methode für jede*n Patienten/Patientin geeignet ist und dass eine professionelle Einschätzung durch eine*n erfahrene*n Therapeuten/Therapeutin erforderlich ist.


4. Wie Sie eine*n Therapeuten/Therapeutin finden können, der/die gut zu Ihnen passt

Es hilfreich, sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, welche Therapieform und Methode für Sie am besten geeignet ist. Auch die Persönlichkeit des Therapeuten/der Therapeutin kann eine wichtige Rolle spielen. Es ist wichtig, dass Sie sich bei Ihrem/Ihrer Therapeuten/Therapeutin wohl und verstanden fühlen. Eine Möglichkeit, eine*n passende*n Therapeuten/Therapeutin zu finden, kann zum Beispiel durch Empfehlungen von Freunden oder Bekannten erfolgen. Auch das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Suche nach geeigneten Therapeut*innen. Wenn Sie ein geringes Einkommen haben, dann finden Sie hier Psychotherapeuten für Wirtschaftlich Schwache.


5. Die Vorteile der Psychotherapie

Es gibt viele Vorteile, die eine Therapie mit sich bringt:

Zum einen ist es wichtig zu betonen, dass eine Psychotherapie ein geschützter Raum ist, in dem man frei von Vorurteilen und Verurteilungen über seine Probleme sprechen kann. Hier findet man ein offenes Ohr und Empathie für die eigenen Sorgen und Nöte. Zum anderen kann eine Psychotherapie helfen, tieferliegende Probleme, die oft Auslöser für das Suchtverhalten sind, wie Traumata, Bindungsstörungen oder psychische Erkrankungen aufzudecken und Komorbiditäten zu behandeln.

Darüber hinaus bietet eine Psychotherapie auch praktische Hilfe im Umgang mit Rückfällen oder schwierigen Situationen im Alltag. Der/die Therapeut*in kann hierbei individuelle Strategien entwickeln, um den Patienten/die Patientin bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Eine umfassende Nachsorge nach dem Abschluss der Therapie kann dabei helfen, Rückfälle zu vermeiden und den/die Betroffene*n bei der Integration in ein suchtfreies Leben zu unterstützen. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf, Sport und gesunder Ernährung kann zusätzlich helfen, die Abstinenz aufrechtzuerhalten. 


6. Schwierigkeiten und Hindernisse bei der Umsetzung des Programms

Auch Schwierigkeiten und Hindernisse können im Rahmen einer Suchttherapie auftreten.

Eine häufige Hürde ist die Tatsache, dass viele Menschen sich nicht gerne eingestehen, dass sie ein Suchtproblem haben und Hilfe benötigen. Oftmals wird das Problem erst erkannt, wenn es bereits zu spät ist und die Sucht bereits starke Auswirkungen auf das Leben hat. Ein weiteres Hindernis kann darin bestehen, den/die passende*n Therapeuten/Therapeutin zu finden. Nicht jede*r Therapeut*in passt zu jedem/jeder Patienten/Patientin. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und verschiedene Therapeut*innen auszuprobieren, um denjenigen/diejenige zu finden, mit dem man am besten arbeiten kann.

Auch finanzielle Aspekte können eine Rolle spielen, da eine Psychotherapie oft nicht billig ist, in Österreich nur zum Teil refundiert werden, und viele Menschen sich keine langfristige Behandlung leisten können. Neben diesen praktischen Herausforderungen gibt es auch emotionale Hürden zu überwinden. Die Arbeit an sich selbst kann schmerzhaft und unangenehm sein und erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen. Es kann schwierig sein, alte Gewohnheiten abzulegen und neue Verhaltensweisen zu erlernen. 

Interview mit Michael Bohne: "Dem Körper gefällt die Idee zu konsumieren. Was nun?"

Sucht ist eine Lösung mit einem Preis. Wir brauchen als Therapeut*innen einen wertschätzenden Zugang zur Sucht. Sehen Sie hier das Interview mit Michael Bohne, der diesen achtungsvollen hypnosystemischen Zugang zur Sucht vertritt.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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