Auftrittscoaching und Hypnose bei Lampenfieber

Florian Friedrich • 28. August 2025

Hilfe für Musiker*innen, Schauspieler*innen und Performer*innen

Bei starkem Stress verlieren wir die Kontrolle über unseren Körper, was ein großes Problem bei Auftritten ist.

Darstellende Künstler*innen, Menschen die auf der Bühne, vor der Kamera, vor einem Mikrophon oder in einem Konzertsaal stehen, haben oft so hohen Stress auf der Bühne, dass sie nicht mehr ihre volle Leistung erbringen können und blockiert sind. Mentale Strategien können Ihnen helfen, Stress und Ängste besser zu regulieren. Methoden, um das limbische System im Hirn zu beruhigen, sind hier das Mittel erster Wahl. Darunter fallen körperliche Techniken, wie etwa die Atmung, aber auch Selbsthypnose.


Ich biete Auftrittscoaching und Hypnose bei Lampenfieber in Salzburg / Hamburg an und arbeite mit hypnosystemischen Ansätzen nach Gunther Schmidt und Methoden aus der Hypnose und Hypnotherapie nach Milton Erickson. Dabei bringe ich Ihnen selbsthypnotische Techniken bei, um besser mit schwierigen Stresssituationen umzugehen.

Auftrittscoaching und Hypnose bei Lampenfieber

Arbeit mit Seitenmodellen und Selbsthypnose

Die meisten professionellen Performer*innen werden während ihrer Ausbildung überhaupt nicht gecoacht, wie sie mit Stress, Bühnenangst und Lampenfieber umgehen können. Dies ist eben noch immer nicht Teil der Ausbildung, obwohl der Umgang mit Auftrittsängsten ein wesentlicher Bestandteil des Berufes ist.

Handwerklich und technisch haben wir im deutschsprachigen Raum weltweit die besten Ausbildungen für Musiker*innen, Sänger*innen und Schauspieler*innen, doch gibt es meines Wissens keine Ausbildung, die ein Auftrittscoaching miteinschließt. Das ist nicht mehr State-of-the-Art, sondern eine verkrustete Struktur aus dem 19. Jahrhundert. Wer Ängste hat, der solle sich eben einfach zusammenreißen oder die Angst verdrängen. Möglicherweise greifen aus diesem Grund gerade viele Performer*innen zu Alkohol, Drogen und anderen Substanzen.

Doch eigentlich kann unser Körper die Selbstregulierung ganz ohne Drogen und Substanzen, etwa durch ein gutes Embodiment und mittels Selbsthypnose.


Viele Künstler*innen schrumpfen innerlich in Auftrittskontexten, fühlen sich kindlicher und kleiner und zeigen Symptome einer Altersregression. Zugleich treten auf der inneren Bühne strenge und kritische innere Antreiber auf, die Druck, Stress und die Forderung zum Perfektionismus und zu hohen inneren Erwartungshaltungen machen. Dies schmälert unseren Selbstwert und Gefühle der Selbstwirksamkeit.

Gerade hier hat sich dann das hypnosystemische Seitenmodell bzw. die Ego-State-Therapie besonders bewährt.


Im Rahmen meines Auftrittscoachings bringe ich Ihnen Methoden der Selbsthypnose bei. Es geht hierbei darum, dass Sie optimale Gefühle von Flow-Erleben abrufen können und zugleich den gesunden Stress und Druck spüren, der es Ihnen ermöglicht, Spitzenleistungen zu erbringen.

Video: "Milton H. Erickson - Going into Trance"

Übrigens: Milton Erickson ist der Vater und Begründer der modernen klinischen Hypnose und der Hypnotherapie. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme war er schon schwer krank, voller Schmerzen und befand sich im Rollstuhl. Dennoch wird viel von seinem Charisma sichtbar.

Sein Schüler Gunther Schmidt hat die Hypnotherapie Ericksons weiterentwickelt und mit systemischen Ansätzen verknüpft. Daher heißt dieser Ansatz Schmidts "Hypnosystemik". Ich selbst arbeite nur noch mit hypnosystemischen Ansätzen.


Worauf legt der hypnosystemische Zugang besonders viel Wert?

  • Wir analysieren genau, wann Ihr schädlicher Stress zu hoch ist, wann es aber auch Ausnahmen gibt und mit welchen Erlebnismustern und Erlebnisnetzwerken, Körperhaltungen, Atemmustern, Bildern, Kognitionen, inneren Antreibern etc. Ihr Stress und Ihre Angst bisher einhergehen.
  • Dann bringe ich Ihnen bei, sich selbst auf einer Metaebene noch besser zu beobachten, ganz nach dem Motto: "Ich beobachte ganz entspannt, dass ich total angespannt bin und Angst habe" oder "Ganz entspannt erlaube ich mir, angespannt und gestresst zu sein". Hierbei ändern und verknüpfen wir bereits Problemmuster mit Ressourcenmustern. Ich spüre und beobachte dann etwa Stress in meinem Körper, negative und leistungssabotierende Kognitionen und Glaubenssätze UND atme zugleich ganz tief, langsam und bewusst oder gähne, recke und strecke mich. D.h. ich vernetze eine entspannte Körperhaltung, Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit mit negativem Stresserleben, sodass Stress irgendwann automatisch Selbstfürsorge und Wohlgefühl triggert. Auch Selbstberührungen und Klopftechniken können hier hilfreich und sinnvoll sein. Insgesamt übe ich mit Ihnen, wie Sie eine bessere Beziehung zu sich selbst aufbauen können.
  • Wir arbeiten an einer gesunden Körperhaltung und Körperkoordination und nutzen dabei Entspannungstrancen, da diese nicht nur Ihr Selbstwerterleben steigern, sondern auch Ihr Immunsystem verbessern. Hier bauen wir dann einen guten und geschützten Raum auf, der es Ihnen ermöglicht, sich vor imaginativen oder realen Abwertungen sowie Angriffen anderer zu schützen. Die Angriffe und Abwertungen werden dann zum "Erinnerungswecker" (Gunther Schmidt), um besonders freundlich und liebevoll mit sich selbst umzugehen. Das ist schwer, aber machbar (aber zu üben und zu proben, sind Sie ja als Künstler*in gewohnt 🙂).
  • Wir ergründen, ob es schlimme Erlebnisse von Auftritten oder mit Kolleg*innen, Ausbildner*innen und Vorgesetzten gab, welche Ihr Organismus als traumatisch verarbeitet hat. Gerade im Kunst- und Kulturbereich gibt es viel emotionale und psychische Gewalt, wie Mobbing und Bossing. Etwaige Traumafolgesymptome lassen sich mit Körpertechniken, wie z.B. Pendeln, Hypnotherapie und Klopfen gut utilisieren und verändern. Manche Menschen wachsen daran, werden besonders selbstfürsorglich und sogar ein bisserl weise.
  • Der hypnosystemische Ansatz legt dabei besonders hohen Wert auf die Imagination von positiven Lösungen und Zielen. Das Mittel der Wahl ist hier die Selbsthypnose.

Michael Bohne: Livedemos mit zwei Musikern

Michael Bohne - Auftrittscoaching mit PEP - Spitzenleistungsförderung und mentale Stärke

Verschwörungstheorien: Rufschädigung von Michaela Huber?
von Florian Friedrich 26. März 2026
Was sind Rituelle Gewalt und Satanic Ritual Abuse (SRA)? Rituelle Gewalt und SRA gibt es nicht, sie sind ein Märchen, eine Urbane Legende. Das Konstrukt ist eine Verschwörungstheorie, die unter Psychotherapeut*innen weit verbreitet ist und nicht hinterfragt wird. Die bekannte Traumatherapeutin Michaela Huber gilt als eine der Hauptvertreterinnen dieser Theorie. Das Narrativ behauptet, dass geheime Organisationen, wie etwa Satanssekten, im Untergrund Kinder missbrauchen, foltern, abrichten und mittels Mind Control fernsteuern. Rituelle Gewalt werde von der Politik, von der Justiz, von der Polizei und den Reichen und Mächtigen verschleiert. Gerade der nicht empirische Nachweis der Rituellen Gewalt sei ein Beweis für deren Existenz. Auch Behandlungsfehler durch Traumatherapeut*innen und das Suggerieren falscher Erinnerungen sind kein Beweis für die Existenz Ritueller Gewalt. Wer sich kritisch dagegen äußert, der wird massiv angefeindet und ihm wird rasch unterstellt, dass er selbst ein Teil dieser großen Verschwörung sei oder zumindest generell Gewalt an Kindern rechtfertige, ganz nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich und auch gegen alle Opfer von Gewalt." Viele meiner Kolleg*innen wissen gar nicht, dass es sich bei dieser dümmlichen Theorie lediglich um ein Verschwörungsnarrativ handelt. Eine Klarstellung oder: Wer hat hier ihren eigenen einst guten Ruf geschädigt? Die bekannte Psychotherapeutin Michaela Huber verbreitet Verschwörungsgeschichten zu Satanismus, Satanic Panic und Ritueller Gewalt. Diese konnten bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Somit handelt es sich bei Ritueller Gewalt um eine Urbane Legende bzw. um ein Verschwörungsnarrativ, welches ein False-Memory-Syndrom suggerieren kann. Nachdem mir eine Kollegin auf einer Social-Media-Plattform unterstellt hat, ich würde bei der "renomierten" Kollegin Michaela Huber Rufschädigung und Diskreditierung begehen, dass diese mittlerweile entlastet worden sei (falsch!), dass ich ihren therapeutischen Ansatz abwerte (richtig, da fühle ich mich verstanden, wobei eine Verschwörungstheorie in meiner Welt kein psychotherapeutischer Ansatz ist) und dass mein Beitrag „vollkommen überflüssig sei“, habe ich ihr folgendes geantwortet: Michaela Huber gilt heute als sehr umstritten und wird sogar auf Wikipedia heftigst als Verschwörungstheoretikerin kritisiert. In Österreich würde ich Michaela Huber sofort bei der Ethikkommission melden, und eventuell würde ihr sogar die Zulassung als Psychotherapeutin entzogen werden, wenn sie sich nicht von ihren Verschwörungsgeschichten zur rituellen Gewalt distanziert. In Deutschland ist das leider etwas schwieriger. Michaela Huber wurde keinesfalls entlastet und konnte ihre Theorien bis heute nie beweisen. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein oder die Bereitschaft, in einen wissenschaftlichen Dialog und Diskurs zu treten, verbreitet sie nach wie vor ihre esoterische Ideologie. So dürfen sich Psychotherapie-Schulen oder traumatherapeutische Ansätze, die einen seriösen Anspruch nach dem State-of-the-Art haben, nicht verhalten, so verhalten sich allerdings Sekten (was paradox ist, denn Huber postuliert ja, Satanssekten aufzudecken). Hier werden Huber und ihre Jünger*innen dem ganz ähnlich, was sie zu bekämpfen suchen.
trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse