Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

HIV/AIDS: Wie nimmt man die PrEP richtig ein?

Florian Friedrich • 19. September 2023

PrEP - ein wirksamer Schutz gegen HIV / AIDS

PrEP steht für „Prä-Expositionsprophylaxe“ (zu Deutsch etwa „Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt“) und ist ein Medikament der HIV-Therapie.

HIV-negative Menschen können diese HIV-Medikamente einnehmen, um sich vor einer Infektion mit HIV zuverlässig zu schützen. Die PrEP ist nämlich noch sicherer als Kondome, weil diese reißen können.

Es konnte nachgewiesen werden, dass die PrEP mit dem HIV Medikament Truvada® (Wirkstoffe: Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben und welche hohe Risiken eingehen, zuverlässig wirkt. Bei guter Therapietreue ist die PrEP genauso sicher wie Kondome. Sie schützt vor HIV aber nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten, wie etwa HPV, Syphilis und Gonokokken.


Bei der HIV-PrEP kann das Einnahmeschema täglich und anlassbezogen sein. Lesen Sie in diesem Artikel, wie man die PrEP richtig einnimmt.

HIV/AIDS: Wie nimmt man die PrEP richtig ein?

Unterschiedliche Einnahmeschema der PrEP

Bei der Einnahme unterscheidet man von der täglich eingenommenen PrEP und der anlassbezogen eingenommenen PrEP: 



1. Täglich eingenommene PrEP

Bei einer dauerhaften PrEP muss man täglich eine Tablette zu sich nehmen. Diese PrEP-Form wird offiziell in den Deutsch-Österreichischen Leitlinien empfohlen. Männer müssen zwei Tage, Frauen sieben Tage vor dem Sex mit jeweils einer Tablette täglich starten und nehmen dann weiterhin täglich eine PrEP-Tablette ein. Will man die PrEP beenden, nehmen Männer noch zwei Tage und Frauen sieben Tage nach dem letzten Sex je eine PrEP-Tablette täglich zu sich.

Film: "Welt-AIDS-Tag: Kondome, PrEP – wie man sich vor HIV schützt"

Die PrEP muss von einem Arzt*/einer Ärztin* verschrieben werden. Sie hat Nebenwirkungen auf Leber und Niere und darf nicht vorschnell eingenommen werden.

2. Anlassbezogen eingenommene PrEP

Bei einer anlassbezogenen PrEP (diese wird nur für Analverkehr, nicht aber für Vaginalverkehr empfohlen) nimmt man das PrEP-Medikament nur vorübergehend ein, etwa anlässlich einer Sexparty oder während eines Urlaubs. Bei dieser PrEP-Variante nimmt man am besten 24 bis spätestens zwei Stunden vor dem Sex zwei Tabletten auf einmal ein. Die Einnahme nur zwei Stunden vor dem ungeschützten Analverkehr gilt allerdings als sehr knapp.

Anschließend nimmt man dann noch eine Tablette täglich. Nach dem letzten Sex setzt man die Einnahme noch zwei Tage fort.

Wichtig für Frauen: Für Frauen ist auf jeden Fall die tägliche Einnahme am sichersten. In der Vaginalschleimhaut reichert sich Truvada nämlich nicht so gut an wie in der Darmschleimhaut. Die anlassbezogene PrEP wird aus diesem Grund für Vaginalverkehr nicht empfohlen.

Film: "HIV-PrEP - AIDS-Vorsorge in Pillenform"

Die PrEP schützt als Pille zuverlässig gegen HIV, wenn sie richtig eingenommen wird.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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