Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Ist Homosexualität / Bisexualität heilbar? Beratung und Hilfe

Florian Friedrich • 23. Oktober 2024

Homosexualität / Bisexualität ist keine Krankheit

Die obige Frage ist bewusst provokant formuliert, weil sie noch immer in den Köpfen zahlreicher Menschen existiert. Die Antwort ist „Nein“. Homosexualität / Bisexualität ist nicht heilbar, da Homosexualität eine gesunde Spielart der menschlichen Sexualität ist.


Ich biete psychologische Hilfe, Beratung und Psychotherapie an, wenn Sie Opfer von Konversionstherapien geworden sind.

Ist Homosexualität / Bisexualität heilbar?

Homosexualität und Bisexualität sind Spielarten der sexuellen Vielfalt und der menschlichen Sexualität. Sie sind genauso gesund wie Heterosexualität. Bereits in der frühen Kindheit (nämlich im dritten bis vierten Lebensjahr) steht fest, welche sexuelle Orientierung ein Mensch hat – ober er schwul, lesbisch, bisexuell, pansexuell, heterosexuell oder irgendwo dazwischen ist. Niemand kann sich bewusst aussuchen und entscheiden, worauf er/sie sexuell steht, in wen er/sie sich verliebt, zu wem er/sie sich romantisch hingezogen fühlt und welche sexuelle Orientierung er/sie hat.


Eine lange Zeit der Pathologisierung

Homosexualität und Bisexualität wurden auch in der Psychologie und Psychiatrie bis in die 1990er Jahre als psychische Störung betrachtet, weil homosexuelle Menschen eine Minderheit darstellen und lange Zeit nicht in das Konzept von „Normalität“ passten.
Wir finden unter homosexuellen und bisexuellen Menschen das gesamte Spektrum von psychischer Gesundheit bis hin zu schweren psychischen Erkrankungen wie auch bei heterosexuellen Menschen. Allerdings laufen schwule Männer*, lesbische Frauen* und bisexuelle Menschen Gefahr, psychische Erkrankungen zu entwickeln, wenn sie von ihrem sozialem Umfeld abgelehnt, verfolgt, gemobbt und diskriminiert werden. Die sich daraus entwickelnden Krankheiten sind dann Folge der psychischen Gewalt des sozialen Umfelds. Es erscheint zynisch, homosexuelle und bisexuelle Menschen zu stigmatisieren und psychisch fertig zu machen und ihnen dann vorzuwerfen, dass ihre sexuelle Orientierung die Ursache von psychischen Erkrankungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen, Ängsten und Suizidalität sei.

Film: "Wie heilt man Homosexualität? Lutz van der Horst bei der Partei bibeltreuer Christen | heute-show"

Die sexuelle Orientierung entwickelt sich in einem komplexen Prozess

Die sexuelle Orientierung ist nicht alleine in den Genen festgeschrieben, wenn auch es genetische Ursachen dafür gibt, sondern individuelle genetische Disposition, die Umwelt und die Sozialisation greifen komplex ineinander, wenn sich die sexuelle Orientierung eines Menschen in den ersten Lebensjahren entwickelt. Man kann Menschen jedoch nicht bewusst zu einer sexuellen Orientierung erziehen.


Konversionstherapie: Der Versuch, Homosexuelle/Bisexuelle zu heilen

Es gibt allerdings noch immer religiöse Organisationen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und Psychiater*innen der alten Schule, die versprechen, man könne homo- und bisexuelle Menschen zur Heterosexualität konvertieren. In Österreich ist das heute verboten, war aber in den letzten 100 Jahren durchaus Usus.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
Share by: