Adipositas und Übergewicht - Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 16. September 2025

Was ist Adipositas?

Von Adipositas spricht man, wenn Menschen schweres Übergewicht haben. Rund ein Viertel aller Menschen, darunter vor allem auch junge Erwachsene, sind von Adipositas betroffen. Adipositas liegt dann vor, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 liegt. Kraftsportler haben auch oft einen BMI über 30, sind aber aufgrund ihres geringen Körperfettanteils nicht adipös.

Adipositas / Übergewicht - Psychotherapie Salzburg/Hamburg

Adipöse Menschen haben besonders viel Körperfett. Dieses Übergewicht entsteht, wenn wir dauerhaft mehr Nahrung/Kalorien zu uns nehmen als wir verbrauchen. Eine fettreiche, zuckerreiche und hochkalorische Ernährung begünstigt Adipositas. Auch zu wenig Bewegung und Sport, eine sitzende Lebensweise oder unterdrückte Emotionen (etwa Wut, Zorn, Angst) sind Risikofaktoren. Adipositas führt häufig zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, zu Diabetes Typ 2, zu Arthrose, zu Unfruchtbarkeit bei Männern, zu Demenz und zu massiven Beschwerden im Bewegungsapparat und senkt damit die Lebenserwartung.


Traumafolgestörungen wegen Übergewicht

Dicke und übergewichtige Personen werden rasch auf ihren Körper reduziert. Dies kann Menschen traumatisieren oder alte Traumata reaktivieren. Menschen mit starkem Übergewicht werden von Kindheit an häufig gemobbt, gekränkt, verletzt, abgewertet und diskriminiert. Nicht selten beginnt dies bereits im Kindesalter durch Mitschüler*innen oder Peers und hinterlässt biografische Wunden und Traumen, die zu Depressionen, Ängsten und Selbsthass führen. Trigger und Auslöser im Erwachsenenleben können auch noch Jahrzehnte später Traumafolgesymptome bedingen.

Zudem leiden die Betroffenen, wenn Diäten keinen Erfolg erzielen und haben dann Schuldgefühle, Frust bis hin zu Selbsthass.

Es gibt etliche adipöse Personen, die dann essen (oder Alkohol trinken), wenn sie unter inneren Anspannungen, Frustrationen, Langeweile und Stress leiden. Sie essen, um ihre Emotionen zu regulieren. Dies funktioniert auch kurzfristig, weil Essen und Sättigung uns zufriedener machen, macht uns aber langfristig vom Essen als fragwürdigen Skill abhängig. Viele adipöse Menschen haben nach dem Essen starke Schuldgefühle oder Depressionen und essen dann wiederum, um diese abzumildern. Ein Teufelskreis entsteht.



Meine Hilfe in Salzburg, Wien und Hamburg

In einer Psychotherapie erfahren Sie Hilfe und Unterstützung, um ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern, sich selbst besser anzunehmen und zu akzeptieren und die Ursachen für das übermäßige Essen zu ergründen.


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie für Menschen an, die unter Adipositas leiden.

I offer psychological help and psychotherapy for people who suffer under adipositas.


Folgende Artikel zur Adipositas könnten Sie interessieren:

Erste Hilfe bei Binge-Eating/Essanfällen

Die Adipositas (Fettleibigkeit)

Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating

Filmtipp: "Adipositas: Übergewicht und Bauchfett abnehmen"

Jeder fünfte Mensch leidet unter schwerem Übergewicht, welches die Lebenserwartung verkürzen kann.



Worum geht es in der Psychotherapie wegen Adipositas?

Es geht darum, dass Sie fürsorglicher, freundlicher und liebevoller mit sich selbst umzugehen lernen.

Es geht nicht um Ernährungsberatung, Druck, Selbstoptimierung oder Diättipps, sondern vielmehr darum, dass Sie sich selbst besser spüren und ein besseres Gefühl für Ihren Körper und Ihre Bedürfnisse entwickeln, und zwar unabhängig von Ihrem Gewicht. Die langfristigen Ziele sind ein höherer Selbstwert, mehr Selbstakzeptanz, mehr Freude im Leben und mehr Genuss.

Zudem lernen Sie, selbst zu reflektieren, was an Ihrem Essverhalten problematisch ist, wie sich etwa der Kontrollverlust beim Essen aufbaut. Oft gibt es einen Zusammenhang zwischen als problematisch erlebten Emotionen, Impulsen, Bedürfnissen und dem Essverhalten. Deswegen können Ernährungsprotokolle unterstützend hilfreich sein.

Eine Psychotherapie unterstützt Sie auch nach chirurgischen Eingriffen (etwa einem Magenbypass oder dem Einsetzen eines Magenbandes). Es geht dabei um Ihr Essverhalten, um Ihren Umgang mit Stress und Emotionen sowie mit belastenden Gedanken und Kognitionen.


Wichtig: Trauen Sie keiner marktschreierischen Diät, aber auch keinen Psychotherapeut*innen, die Heilsversprechen machen. Zu hohe Erwartungen an die Reduktion des Gewichtes können Sie nämlich stressen, depressiv und unglücklich machen und dann wieder zu unkontrolliertem Essverhalten führen.

Viel sinnvoller ist es, nur eine moderate Reduktion Ihres Körpergewichtes anzustreben, in kleinen, realistischen Schritten - also Step by Step, und das Gewicht gut zu halten.

von Florian Friedrich 2. Januar 2026
Wenn das Familienleben ständig unter Strom steht - ein praktischer Weg zu mehr Ruhe, Beziehung und Wirksamkeit Eltern von Kindern mit ADHS kennen diesen Alltag nur zu gut: Der Morgen beginnt hektisch, Hausaufgaben enden im Streit, scheinbar einfache Aufforderungen führen zu Eskalationen – und am Abend bleibt oft das Gefühl zurück, wieder einmal nicht genug als Elternteil gewesen zu sein. Viele Eltern fragen sich irgendwann: Warum funktioniert das bei anderen Familien scheinbar mühelos? Warum weiß mein Kind genau, was es tun soll – und tut es trotzdem nicht? Was machen wir falsch? Die ehrliche Antwort lautet: Gar nichts. Denn ADHS ist keine Frage von Erziehung, sondern eine besondere Art der Selbststeuerung. Und genau hier setzt das Elternmanagement an.
Trauma nach einer Brandkatastrophe: Was hilft?
von Florian Friedrich 1. Januar 2026
Wie du einer PTBS vorbeugen kannst (inklusive Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing®) Aus aktuellem Anlass ( Brandkatastrophe von Crans-Montana ) möchte ich hier über ein paar psychische Erste-Hilfe-Maßnahmen schreiben. Einen schweren Unfall oder eine Brandkatastrophe mitzuerleben – etwa Schreie zu hören, Brandgeruch wahrzunehmen oder Bilder von brennenden Menschen zu sehen – kann tief erschüttern - übrigens auch dann, wenn wir lediglich Videos im Internet und in den Medien davon sehen. Viele Betroffene und Zeug*innen sind im Nachhinein verunsichert von ihren Reaktionen. Wichtig i st: Starke körperliche und seelische Reaktionen sind normale Antworten auf ein extremes Ereignis. Sie bedeuten nicht, dass du durchdrehst oder zwangsläufig eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln wirst. Dieser Artikel erklärt, warum Flashbacks auftreten, was in den ersten Tagen und Wochen hilft, und wie Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing (SE) die Verarbeitung unterstützen können. Übrigens soziale Unterstützung schützt stark und ist einer der wichtigsten präventiven Wirkfaktoren, um keine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln. Menschen, die: über das Erlebte sprechen können emotionalen Rückhalt bekommen körperlich und emotional gehalten werden sich verstanden und ernst genommen fühlen haben ein deutlich geringeres PTBS-Risiko . Soziale Bindung wirkt wie ein Puffer gegen traumatische Überforderung.
Hypnosystemische Trauerbegleitung
von Florian Friedrich 30. Dezember 2025
Ein achtsamer Weg für Eltern, die ein Kind verloren haben Der Tod eines Kindes stellt das Leben auf eine Weise auf den Kopf, für die es keine Worte gibt. Nichts ist mehr so, wie es war. Viele Eltern berichten, dass sie sich innerlich zerrissen fühlen: zwischen dem Wunsch, weiterzuleben – und der tiefen Verbundenheit mit ihrem verstorbenen Kind. Zwischen Funktionieren im Alltag und dem überwältigenden Schmerz, der jederzeit wieder auftauchen kann. In dieser existenziellen Ausnahmesituation braucht Trauer keinen Zeitplan, keine „Phasen“, die man abhaken soll, und keine gut gemeinten Ratschläge. Was sie braucht, ist Raum. Würdigung. Und eine Begleitung, die den Schmerz nicht wegmachen will, sondern ihn ernst nimmt. Die hypnosystemische Trauerbegleitung (nach Gunther Schmidt und Roland Kachler) bietet hierfür einen besonders behutsamen und zugleich kraftvollen Ansatz.
Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften
von Florian Friedrich 29. Dezember 2025
Hypnosystemische Selbsthilfetechniken für Männer, die Opfer von Gewalt in Partnerschaften sind Wenn du Gewalt in deiner Beziehung erlebst, ist es ganz normal, dass Angst, Schuldgefühle, Wut und Unsicherheit deinen Alltag bestimmen. Hypnosystemische Methoden (nach Gunther Schmidt) können helfen, innere Ressourcen zu aktivieren, Selbstschutz zu stärken und wieder handlungsfähig zu werden – ohne dass du sofort professionelle Hilfe aufsuchen musst (obwohl diese auch sinnvoll sein könnte). Ich biete psychologische und traumatherapeutische Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften.