HPV – Das Virus, das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann

Florian Friedrich • 18. August 2025

HPV (Feigwarzen, Kondylome) ist ein weit verbreitetes Virus

HPV gehört weltweit zu jenen sexuell übertragbaren Infektionen, die am häufigsten übertragen werden und in der Gesamtbevölkerung sehr weit verbreitet sind. Mehr als 75 Prozent aller Menschen, die Sex haben, infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit diesem Virus, welches Gebärmutterhalskrebs verursachen kann.

Mittlerweile sind über 200 Typen von HPV bekannt. Ca. 80 bis 90 Prozent aller erwachsenen Menschen sind mit mindestens einem Virustyp von HPV infiziert. 


HPV ist bei uns gefährlicher als HIV, weil es zu bösartigen Krebserkrankungen führen kann. Die Todesrate ist in Österreich weit höher als bei HIV. Somit zählt HPV zu den unterschätzten Infektionskrankheiten, da jede dritte Frau, bei denen ein Gebärmutterhalskrebs ausbricht, stirbt. HIV hingegen ist mit den heutigen Therapiemöglichkeiten zu einer chronischen Erkrankung mit einer normalen Lebenserwartung geworden. 


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie an, wenn Sie unter Gebärmutterhalskrebs leiden.

HPV – Gebärmutterhalskrebs - Psychoonkologie Salzburg/Hamburg

Was ist das Humane Papillom Virus (HPV)?

HPV steht für Humane Papillom Viren. Dieses Virus kann bei Frauen und Männern Erkrankungen im Anal-, im Genital- und im Kopf- und Halsbereich verursachen. Bei diesen Erkrankungen handelt es sich um Feigwarzen, aber auch um Krebserkrankungen und Krebsvorstufen im Bereich der Geschlechtsorgane (etwa Gebärmutterhalskrebs, Scheidenkrebs, Analkrebs, Krebs in der Mundhöhle oder im Rachen).

Dabei bleibt HPV nur am Übertragungsort und breitet sich nicht im ganzen Körper aus, wie das bei vielen anderen Viruserkrankungen der Fall ist. 

In der Regel kann unser Immunsystem eine Infektion mit HPV erfolgreich bekämpfen. Die Viren bleiben dann zwar im Körper, werden jedoch inaktiv. 


In Deutschland und Österreich erkranken jährlich allerdings viele Menschen an den oben genannten Symptomen bzw. Krebserkrankungen. Am häufigsten sind Feigwarzen bei Männern und Frauen gefolgt von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen. Scheidenkrebs und Krebserkrankungen im Kopf- Halsbereich sind eher selten. 

Filmtipp: "HPV / Humane Papillomaviren - Ein gefährliches Virus!"

HPV kann zwar sehr gefährlich werden, allerdings gibt es eine hochwirksame Impfung, die gegen das Virus und deren Folgen (etwa Tumore und Krebserkrankungen schützt).

Gebärmutterhalskrebs verläuft oft schwer und tödlich

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit stark verbreitet und zählt zu einer bösartigen Tumorerkrankung im Genitalbereich bei Frauen. Es gibt bestimmte krebsfördernde Subtypen von HPV, die den Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen verursachen. 

Der Gebärmutterhals zählt zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen. Er ragt als Gebärmuttermund in den oberen Teil der Vagina hinein. Somit ist er ein Teil der Gebärmutter. 

Gebärmutterhalskrebs ist laut Auskunft der WHO die weltweit vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr sterben 270.000 Frauen an den Folgen dieser Erkrankung. In Deutschland erkranken jährlich über 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und rund 1.500 dieser Frauen sterben daran. In Österreich sind es über 500 Frauen, bei denen sich ein Gebärmutterhalskrebs ausbildet, und etwa 300 Frauen sterben an den Folgen. 


Ist ein Test auf HPV sinnvoll?

Testungen auf HPV sind meist nicht sinnvoll, da auch bei einer Infektion in der Regel keine medizinischen Maßnahmen erforderlich sind, wenn die Viren inaktiv sind. Zudem kann dann das Wissen bei den Infizierten Stress, Druck, Scham und Schuldgefühle auslösen, welche Partnerschaften und Sexualität massiv belasten. Ein positiver HPV-Test sagt nicht viel aus. Erst dann, wenn es zu Zellschädigungen, Gewebeveränderungen oder Krebsvorstufen kommt, besteht die Notwendigkeit der medizinischen Behandlung.

Sinnvoll sind jedoch Vorsorgeuntersuchen bei Frauen. Hier wird nicht auf HPV getestet, sondern es wird der PAP-Abstrich gemacht, der screent, ob sich Zellen der vaginalen Schleimhaut verändern. Auch für Männer, die passiven Analverkehr haben, werden ab dem 35. Lebensjahr Vorsorgeuntersuchungen empfohlen. 

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
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