Existentielles Coaching (Existenzanalyse)

Florian Friedrich • 9. Oktober 2025

Existenzanalytisches Coaching für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte

In meiner Psychotherapiepraxis Salzburg/Hamburg biete ich Vorort in Salzburg und online Existentielles Coaching an. 


Ich bin zudem Psychotherapeut und arbeite mit Ansätzen aus der Existenzanalyse und systemischer Beratungsformen. 

Existentielles Coaching (Existenzanalyse)

Was ist existentielles Coaching?

Das existentielle Coaching hat ein existenzphilosophisches Menschenbild und sieht den Menschen als ein Wesen an, das mit sich selbst, der Welt und den Anfragen aus der Innen- und Außenwelt in einen Dialog treten kann und das einmalig, unverwechselbar und einzigartig ist. Im Mittelpunkt der existentiellen Grundhaltung stehen eine erfüllte, authentische Existenz, Zustimmung, Verantwortung, Freiheit und Sinn.


Das existentielle Coaching hat die personale Existenzanalyse, eine Psychotherapieschule, die von Alfried Längle entwickelt wurde, zur Grundlage. Das existentielle Coaching unterstützt Menschen, Mitarbeiter*innen und Führungskräfte, mit sich selbst und den anderen in eine authentische, personale Begegnung und Stellungnahme zu kommen.

Das existentielle Coaching orientiert sich an der Praxis und an Person- und Organisationsbezogenen Beratungsformen im beruflichen Kontext. Es zielt darauf ab, die authentischen-personalen Fähigkeiten, Talente, Potenziale und Ressourcen von Menschen zu fördern.

Film: "Das Existentielle in Coaching und Leadership"

Der Mediziner, Psychologe und Psychotherapeut Alfried Längle entwickelte die Existenzanalyse zu einer anerkannten und renommierten Psychotherapieschule. Er erklärt in diesem Film die Prinzipien des Existentiellen Coachings.


Das existenzanalytische Coaching gibt zuerst Ihren Problemen und Schwierigkeiten Raum und würdigt diese. Es ist damit ein verstehendes Coaching. Wir sehen uns Ihre Problemmuster an und lassen diese auf uns wirken. Die Lösung ist vorerst zweitrangig und sollte nicht zu rasch gefunden werden, da sie dann oftmals nicht stimmig ist und nicht trägt.

Stattdessen blickt die Existenzanalyse tiefer und erforscht Ihre bisherigen Lösungsversuche. Hier sehe ich auch starke Parallellen zum hypnosystemischen Coaching.

Es geht um die Hinwendung zum Menschen und dessen Leid und Not in beruflichen und privaten Kontexten, damit komplexe Zusammenhänge besser verstanden werden können. Auch geht es um Ihre Werte und Ziele und wie diese durch Ihr Handeln erreicht oder nicht erreicht werden können. Hier kann es hilfreich sein, die Psychodynamik und die Beziehungsmuster von Coachees zu erforschen.


Die Existenzanalyse versteht die Person als das Freie und Gesunde im Menschen. Ich kann etwa gemobbt und gebosst werden, und mir dennoch mein Freies bewahren. Dies hilft mir dann bewusst und mit Würde in einem Betrieb zu bleiben, selbstbestimmt aus einer gewaltvollen Situation zu gehen oder mir Hilfe zu suchen.

Der Mensch wird immer in seinem Wesen gesehen und nie als determiniert betrachtet. Manches mag im Menschen festgelegt sein, etwa seine Umwelt, Genetik, oder Krankheiten, aber wo es wirklich um mich geht, da bin ich frei.

Die Grundhaltung der Existenzanalyse ist phänomenologisch. Dabei ist es wichtig, Menschen und Unternehmen nicht als Apparate zu sehen. Stattdessen steht immer der Mensch im Vordergrund. Aus dieser Haltung heraus werden Prozesse entwickelt, um Lösungen zu finden.

Film: "Gunther Schmidts wahrscheinlich bestes "Demo Coaching" - Analyse von Timo Schlage"

Hypnosystemisches Coaching

Sehr inspiriert bin ich auch von Gunther Schmidt (mit einem großen DANKE!) und dessen hypnosystemischen Ansatz, den ich gut in das existentielle Coaching integrieren kann.

Auch dem Hypnosystemischen Coaching geht es nämlich um das Verstehen und der Phänomenologie. Dabei werden das Schwierige, innere Konflikte, alle Probleme, aber auch bisherige Kompetenzen, Lösungsversuche und Ressourcen stets gewürdigt.


Typische Schritte des Hypnosystemischen Ansatzes sind:

  • Es werden Wunschziele und Ziele zweiter Wahl nach dem Restriktionsmodell erarbeitet und Raum für innere Ambivalenzen gegenüber diesen Zielen zweiter Wahl gegeben.
  • Dabei liegt der Fokus auf Mustern des Gelingens
  • Dabei etablieren wir einen inneren Beobachter, eine zentrale Steuerposition und einen guten Raum, der verkörpert und imaginiert wird.
  • Wichtig sind das Seitenmodell und das Mehrebenenerleben.
  • Es wird eine gute Beziehung zu inneren Ambivalenzen aufgebaut.
  • Eventuell werden Seiten auch aufgestellt. Methoden sind hier die Systemchoreografie und die Arbeit mit Ego-States.
  • Ehrenrunden in bisherige Muster werden utilisiert und gewürdigt. Sie werden sogar als Erinnerungshilfen mit eingeplant.
Eine frisch aufgeschnittene gelbe Zitrone mit spritzenden Safttropfen auf einem Holztisch.
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Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
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