Body-Scan - Achtsamkeit und Entspannung für den Körper

Florian Friedrich • 20. November 2025

Den Körper bewusst und achtsam spüren

In diesem Blog stelle ich immer wieder Übungen aus der achtsamkeitsbasierten Körperpsychotherapie vor. Unten findest Du meine Anleitung zum Body-Scan.

Der angeleitete Body-Scan hilft Dir, zu mehr Achtsamkeit, Entspannung und innerer Ruhe zu kommen, Dich zu erden und zu grounden. Er unterstützt Dich dabei, Deinen Körper besser zu fühlen. Denn nur über unseren Körper und den Felt Sense können wir tiefgehende Entscheidungen treffen und spüren, welche Bedürfnisse haben.

Übrigens: Menschen, die nach Unfällen ihren Körper nicht mehr fühlen, sind unfähig so banale Entscheidungen zu treffen, wie etwa, ob sie einen Kaffee oder Tee trinken wollen.

Übung: "Body Scan / Achtsamkeit für den Körper"

Transkript:

Herzlich willkommen! Schön, dass Du da bist!

Ich kann Dir jetzt einen vier Minuten Body-Scan anbieten. Du kannst diese Übung im Bad machen, auf dem Klo, in der Küche oder wenn Du Dir die Zähne putzt oder auch wenn Du Dir einen Tee machst, und Du kannst sie mehrmals am Tag machen.

Wir beginnen mit dem Spüren: Spüre einfach mal Deine Fußsohlen, die große Zehe, die ganz kleine Zehe, den Fußballen und den Boden unter Dir und beobachte einfach mal: wie fühlen sich Deine Zehen an, sind sie locker, entspannt oder verkrampft, eingerollt? Beides ist okay.

Wandere dann über Deinen Unterschenkel hinauf zum Schienbein und zu den Waden, zu den Oberschenkeln in die Hüft- und Gesäßregion und beobachte auch hier: wie fühlt sich die Muskulatur dort an? Ist sie verkrampft, verspannt oder weich, neutral, locker, leicht?

Spüre dann Deinen Rücken, die Rückenmuskulatur, die Wirbelsäule und den Brustkorb. Schau mal wie es sich dort anfühlt, etwa warm oder kribbelig, hart, farbig, bunt, weich, weit, eng, zusammengepresst?


Und achte dann auf Deinen Atem. Wie ist Dein Atem, wie ist Deine Atembewegung? Sind Deine Schultern verspannt oder entspannt?

Jetzt fühl einmal in Deinen Nacken. Im Nacken sitzt oft ganz viel Verspannung und Druck und Enge und fühl auch in Deinen Kopf, in das Gesicht in die Gesichtsmuskulatur. Sind Deine Kiefer zusammengepresst oder weich, locker? Wie ist Deine Stirn? Ist dort Leichtigkeit, Weite, eine weiche Muskulatur oder Spannung, unangenehme Gefühle, Schmerzen?


Und jetzt benenn für Dich eine Stelle im Körper, die eher schwer ist, die sich nicht gut anfühlt, mit Härte, mit Druck oder was auch immer. Und dann benenn eine Stelle im Körper, die sich gut oder weich oder neutral anfühlt. Versuch dort einen Moment zu bleiben. Du bleibst dort mit Deiner Aufmerksamkeit. Du zoomst auf diese Stelle, die sich gut anfühlt, und wenn Du so das Gefühl hast, das ist eine gute Übung für Dich, dann mach sie einfach im Alltag. Setze sie immer wieder ein: am Klo, unter der Dusche, am Häusl, im Bett, vor dem Aufstehen, vor dem Einschlafen und so weiter und hab ganz viel Freude dabei.


Sieh es einfach als ein Experiment, als Zeit für Dich. Du nimmst dir die Zeit, Du gönnst Dir die Zeit.

Viel Freude dabei!

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