Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Trans*Identität - Warum gibt es den Zwang zur Psychotherapie?

Florian Friedrich • 18. September 2023

Eine begleitende Psychotherapie ist Pflicht

Erfahren Sie in diesem Artikel, warum es den problematischen und umstrittenen Zwang zur Psychotherapie für trans*Menschen gibt.


Trans*Identität (Transsexualität, Geschlechtsdysphorie, Geschlechtsinkongruenz) ist eine gesunde Variante menschlicher Identität und stellt keine psychische Erkrankung dar. Dennoch ist eine begleitende Psychotherapie eine Voraussetzung für hormonelle und chirurgische Maßnahmen.

Dies stellt streng genommen einen Widerspruch dar, weil Psychotherapie ein Verfahren ist, um psychische Erkrankungen (etwa Depressionen oder Angststörungen) zu behandeln. Insofern ist eine zu absolvierende Psychotherapie problematisch, sie wird aber von den aktuellen Behandlungsrichtlinien gefordert.

Trans*Identität - Warum gibt es den Zwang zur Psychotherapie?

Was sind Ziele und Inhalt einer Psychotherapie für trans*Menschen?

Eine psychotherapeutische Begleitung hat das Ziel, trans* (transidente, transsexuelle, transgender, non binäre) Personen auf ihrem Weg zu unterstützen und zu klären, ob sie hormonelle und chirurgische Maßnahmen zur Anpassung an das Gegengeschlecht bzw. an ihr Wunschgeschlecht machen möchten und wenn ja welche. Der therapeutische Prozess dient somit der Unterstützung, der Selbsterfahrung und der Klärung.

Film: "Trans*: Wer bestimmt mein Geschlecht?"

Eine Psychotherapie hat nicht das Ziel, trans*Menschen ihr authentisches Spüren und ihre Identität „auszureden“.

Dies wäre unethisch und ein Verstoß gegen die Menschenrechte, denen sich die moderne Psychotherapie verschreibt.
In der Begleitung geht es auch um die Klärung der psychosozialen Situation und um die Selbstreflexion. Des Weiteren können psychische Problematiken in der Psychotherapie gelindert oder geheilt werden. Hat etwa ein trans*identer Mensch eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, so kann er in einer Psychotherapie lernen, emotional stabiler zu werden und ein besseres Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dies ist wichtig, weil im Prozess der Angleichung an das Gegengeschlecht viel innere Stärke vorhanden sein sollte und die trans*Person auch über zwischenmenschliche Kompetenzen verfügen sollte. Denn je psychisch, sozial und emotional stabiler ein Mensch ist, desto leichter hat er es, wenn er den sozialen Rollenwechsel vollzieht, auch dann, wenn es zu Anfeindungen und Diskriminierungen kommen sollte. Je emotional instabiler eine Person ist, desto mehr psychologische Hilfe und Begleitung benötigt sie auf ihrem Weg der Anpassung und Transition, vor allem dann, wenn es zu sozialen Stigmatisierungen kommt.

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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