Herpes - eine sexuell übertragbare Krankheit

Florian Friedrich • 17. August 2025

Was ist Herpes?

Herpes ist eine weit verbreitete sexuell übertragbare Krankheit, die vor allem für Neugeborene gefährlich werden kann.

Lesen Sie in diesem Artikel über die Übertragung, Diagnose, Symptome und Behandlung der Herpes-Infektion.

Herpes - eine sexuell übertragbare Krankheit

Herpes - ein Steckbrief

HERPES

Auch bekannt als „Fieberblasen“

Lippenherpes und Herpes im Intimbereich

beides verursacht durch Viren

MÖGLICHE KRANKHEITSZEICHEN

  • Jucken,
  • Bläschen oder Geschwüre an Scheide, Penis, After, die brennen oder schmerzen,
  • manchmal Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerz


ANSTECKUNGSWEGE

  • Sex ohne Kondom
  • beim Kontakt mit offenen Bläschen oder Geschwüren
  • beim Küssen und Oralverkehr, Petting


MÖGLICHE FOLGEN

Immer wieder auftretende Bläschen und Geschwüre (auch bedingt durch Stress, Alkoholkonsum, Fieber, Erkältungen, starker Sonnenstrahlung); ein Baby kann bei der Geburt von der Mutter angesteckt werden und lebensbedrohlich krank werden; wer Herpes hat, hat ein höheres Risiko, sich mit HIV und anderen STDs zu infizieren


BEHANDLUNG

Der Herpes-Erreger bleibt lebenslang im Körper; Salben oder Tabletten helfen gegen die Symptome

Mein Filmtipp: "(Fast) Alle haben Herpes! Lippenherpes und Genitalherpes"

Herpes ist eine Volkskrankheit. Fast alle Menschen tragen das Virus in sich.

Was ist Genitalherpes und Lippenherpes?

Bei Herpes simplex handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche in eher seltenen Fällen zu den so genannten "Herpesbläschen" bzw. "Fieberbläschen" führen kann. Es lassen sich hierbei zwei Arten von Herpes unterscheiden:

  1. Herpes labialis: Hier können sich Herpesbläschen vor allem im Mundbereich ausbilden und
  2. Herpes genitalis: Hier kann es zur Bildung von Herpesbläschen im Anal- oder Genitalbereich kommen.

Grundsätzlich können aber beide Herpesarten überall am Körper zu Fieberbläschen führen.


Wie wird Herpes übertragen?

Herpes ist hochinfektiös. Die Übertragung erfolgt durch die Flüssigkeit der Herpesbläschen, die ansteckend ist. Aber auch auf Hautstellen, auf denen sich ein Fieberbläschen befunden hat, das schon abgeheilt ist, können sich noch Herpes-Viren befinden. Die Infektion findet meist beim Küssen, aber auch beim Oralverkehr, bei oral-analen Kontakten (Anilingus) oder beim direkten Schleimhautkontakt (bei ungeschütztem Sex) statt. Auch durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion (Niesen, Husten, gemeinsames Benutzen eines Trinkglases) ist eine Infektion ganz leicht möglich. Beim Oralverkehr kann Herpes genitalis auch auf den Mund oder in den Rachen übertragen werden. Zu bedenken ist auch, dass akute Fieberbläschen bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr das Risiko einer HIV-Infektion erhöhen. Hat ein HIV-positiver Mensch ein akutes Herpesbläschen, so enthält die Wundflüssigkeit des Bläschens HIV in für eine HIV-Infektion ausreichender Konzentration.

Film: "Herpes (oral & genital) - causes, symptoms, diagnosis, treatment, pathology"

Wie kann ich mich vor Herpes schützen?

Beim Sex bieten Kondome zwar einen gewissen Schutz, allerdings lässt sich das Risiko einer Herpes-Infektion nicht ausschließen, weil das Virus auch beim Petting, bei indirekten Kontakten, über Sexspielzeuge sowie bei engem körperlichen Kontakt sehr leicht übertragbar ist. Ein Großteil der Bevölkerung trägt daher das Herpes-Virus in sich, nämlich zwischen 80 und 90 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Allerdings bilden sich bei den meisten Betroffenen Antikörper gegen das Virus, sodass es zu keiner Ausbildung von Herpesbläschen kommt. Ein geringer Prozentsatz leidet jedoch an den immer wieder auftretenden Fieberbläschen. In diesem Fall bilden sich schmerzhafte Bläschen, welche brennen und jucken. Diese Bläschen platzen schließlich auf und führen zu kleinen Geschwüren, in denen sich die hochinfektiöse Wundflüssigkeit befindet. Manche Menschen bekommen zusätzlich noch leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten sowie Kopf- und Gliederschmerzen.


Wie kann ich Herpes behandeln und therapieren?

Wenn man sich einmal mit dem Herpes-Virus infiziert hat, hat man das Virus immer im Körper. Wie oben erwähnt, ist dies jedoch in den meisten Fällen irrelevant, da ein Großteil der Betroffenen Antikörper bildet. Treten Fieberbläschen auf, so kann man sie zwar behandeln, das Virus lässt sich aber nie aus dem Körper entfernen, d. h. eine Heilung von Herpes ist nicht möglich.

Gratis Psychotherapie/Sexualtherapie bei geringem Einkommen
von Florian Friedrich 8. Januar 2026
Ich biete kostenlose Therapieplätze für Menschen mit geringem Einkommen und Bezieher*innen von Rehabilitationsgeld Wie komme ich zu einem gratis-Therapieplatz? Diese sind für Menschen mit geringem Einkommen oder Rehageld-Bezieher*innen reserviert. Die kostenlosen Therapieplätze sind kontingentiert und werden nach Antragstellung von der ÖGK voll finanziert - ganz ohne Selbstbehalt. Ich biete kostenlose Psychotherapieplätze und Hilfe für wirtschaftlich schwache Menschen und Bezieher*innen von Rehabilitationsgeld an.
Danke an die Salzburger Faschingsgilde für den Faschingsprinzen
von Florian Friedrich 6. Januar 2026
Danke der Faschingsprinz sein zu dürfen Hiermit möchte ich mich herzlich bei der Salzburger Faschingsgilde für ihr Vertrauen bedanken, der Fachingsprinz sein zu dürfen.
Hypnosystemisches Elternmanagement bei ADHS
von Florian Friedrich 2. Januar 2026
Wenn das Familienleben ständig unter Strom steht - ein praktischer Weg zu mehr Ruhe, Beziehung und Wirksamkeit Eltern von Kindern mit ADHS kennen diesen Alltag nur zu gut: Der Morgen beginnt hektisch, Hausaufgaben enden im Streit, scheinbar einfache Aufforderungen führen zu Eskalationen – und am Abend bleibt oft das Gefühl zurück, wieder einmal nicht genug als Elternteil gewesen zu sein. Viele Eltern fragen sich irgendwann: Warum funktioniert das bei anderen Familien scheinbar mühelos? Warum weiß mein Kind genau, was es tun soll – und tut es trotzdem nicht? Was machen wir falsch? Die ehrliche Antwort lautet: Gar nichts. Denn ADHS ist keine Frage von Erziehung, sondern eine besondere Art der Selbststeuerung. Und genau hier setzt das Elternmanagement an.
Trauma nach einer Brandkatastrophe: Was hilft?
von Florian Friedrich 1. Januar 2026
Wie du einer PTBS vorbeugen kannst (inklusive Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing®) Aus aktuellem Anlass ( Brandkatastrophe von Crans-Montana ) möchte ich hier über ein paar psychische Erste-Hilfe-Maßnahmen schreiben. Einen schweren Unfall oder eine Brandkatastrophe mitzuerleben – etwa Schreie zu hören, Brandgeruch wahrzunehmen oder Bilder von brennenden Menschen zu sehen – kann tief erschüttern - übrigens auch dann, wenn wir lediglich Videos im Internet und in den Medien davon sehen. Viele Betroffene und Zeug*innen sind im Nachhinein verunsichert von ihren Reaktionen. Wichtig i st: Starke körperliche und seelische Reaktionen sind normale Antworten auf ein extremes Ereignis. Sie bedeuten nicht, dass du durchdrehst oder zwangsläufig eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln wirst. Dieser Artikel erklärt, warum Flashbacks auftreten, was in den ersten Tagen und Wochen hilft, und wie Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing (SE) die Verarbeitung unterstützen können. Übrigens soziale Unterstützung schützt stark und ist einer der wichtigsten präventiven Wirkfaktoren, um keine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln. Menschen, die: über das Erlebte sprechen können emotionalen Rückhalt bekommen körperlich und emotional gehalten werden sich verstanden und ernst genommen fühlen haben ein deutlich geringeres PTBS-Risiko . Soziale Bindung wirkt wie ein Puffer gegen traumatische Überforderung.