Depressionen, Beziehung und Partnerschaft - psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 18. August 2025

Depressionen können Beziehungen und Familien massiv belasten

Menschen, die in einer zufriedenen Partnerschaft leben und über ein soziales Netzwerk verfügen, haben seltener Depressionen und kommen auch rascher wieder aus depressiven Episoden heraus als Menschen, die einsam sind und wenige soziale Kontakte haben. Allerdings können Depressionen Partnerschaften belasten und es für den betroffenen Menschen auch schwerer machen, eine*n Partner*in zu finden.


Immer wieder sagen Menschen, die unter Depressionen leiden, dass sie gerne eine Partnerschaft mit einem Menschen hätten, der ihnen ähnlich ist und auch an einer psychischen Problematik leidet. Dies jedoch kann eine Partnerschaft noch schwieriger machen, etwa dann, wenn zwei depressive Partner*innen zusammenkommen und sich in ihrer Depression gegenseitig belasten. Oder man denke an eine depressive Frau, die einen Partner mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung hat. Hier kann die Paardynamik sehr komplex und schwierig werden und u.U. die Depressionen der Frau verstärken. Die Ähnlichkeit in einer Erkrankung ist somit kein gutes Kriterium, um eine Partnerschaft einzugehen.


Wenn Ihre Depression Ihre Beziehung oder Partnerschaft belastet, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie an, aber auch Gespräche mit Angehörigen.

Depressionen und Partnerschaft - psychologische Hilfe

Depressionen schwächen unser Selbstwertgefühl

Menschen, die depressiv sind, haben oft ein schlechteres Selbstwertgefühl als ihre Mitmenschen. Umgekehrt drücken Depression auf das Selbstwertgefühl einer Person noch zusätzlich und lassen den/die Betroffene*n sich unattraktiv und unerotisch fühlen. Depressive Menschen tun sich dann schwer, offen und selbstsicher auf potenzielle Partner*innen zugehen und fühlen sich mitunter minderwertig.
Die moderne Psychotherapie empfiehlt hier, eine entgegengesetzte Haltung einzunehmen: Fühle ich mich klein, ängstlich und minderwertig, so sollte ich mir TROTZDEM innerlich einen Ruck geben und offen auf andere Menschen zugehen, kommunikativ sein und flirten. Dies kann das Selbstwertgefühl langfristig stark heben. Fällt Ihnen diese entgegengesetzte Haltung schwer, dann kann eine Psychotherapie hilfreiche Unterstützung bieten.

Mein Filmtipp: "Depression und Partnerschaft. Was tun, wenn der Partner unter Depressionen leidet?"

In dieser Dokumentation berichten Angehörige und Betroffene, wie schwer das Leben in der Familie und Partnerschaft von Depressionen belastet wird.

Keine wichtigen Entscheidungen (etwa Trennungen) während schwerer Depressionen

Wichtig ist es auch, sich vor Augen zu halten, dass wir, wenn wir unter Depressionen leiden, die Welt und unser Leben als grau, leer und sinnlos erleben. Auch eine bis dahin als gut erlebte Partnerschaft kann dann als unerfüllend wahrgenommen werden und wird von uns infrage gestellt. Umso wichtiger ist es, keine schwerwiegenden Entscheidungen bezüglich der Partnerschaft zu treffen, solange Depressionen unser Erleben trüben und beeinträchtigen. Jemand, der während einer Depression seine bis dahin solide Partnerschaft auflöst und sich trennt, könnte das im Nachhinein bitter bereuen. Wenn Ihre Partnerschaft oder Familie vor der Depression wichtige Werte in Ihrem Leben darstellten, dann lassen Sie sich nicht von diesen Werten abhalten.
Manche depressive Menschen haben ein so schlechtes Selbstwertgefühl, dass sie davon überzeugt sind, sie hätten keine Rechte in ihrer Partnerschaft und müssten alles herunterschlucken, ohne eigene Bedürfnisse zu äußern. Genau das kann aber in einen Teufelskreis münden und die depressive Problematik noch verstärken.
Bei schwerwiegenden Problemen in der Partnerschaft sollten Sie sich professionelle psychotherapeutische Hilfe suchen. Dort können Sie lernen, Ihre eigenen Bedürfnisse herauszufinden, diese angemessen zu kommunizieren und besser mit Ihrer Depression umzugehen.

Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
Abstraktes Profil eines menschlichen Kopfes, bei dem sich mechanische Strukturen in organische Licht
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Die Grenzen therapeutischer Mythen und die biologische Realität von Traumareaktionen In der professionellen Begleitung von schwer traumatisierten Menschen im Opferschutz begegnen uns im Internet, in Fachbüchern und in populärwissenschaftlichen Publikationen hochkomplexe, oft beängstigende Begriffe. Wer nach Unterstützung bei schweren Traumata sucht, stößt unweigerlich auf weitreichende Behauptungen über organisierte Kriminalität, psychologische totale Kontrolle und sogenannte „Mind-Control-Systeme“. Als Traumatherapeut halte ich eine methodisch saubere, rationale und kognitionspsychologische Überprüfung dieser Thesen für unerlässlich. Anhand der öffentlich vertretenen Positionen der Autorin Valeria Petkova lässt sich ein zentrales epistemologisches Problem aufzeigen, das in Teilen der Traumatherapie zunehmend an Raum gewinnt. Es geht hierbei ausdrücklich um eine sachliche, wissenschaftliche Prüfung von Argumenten und logischen Strukturen, frei von persönlichen Abwertungen. In diesem Artikel unterziehe ich das Narrativ der Mind Control einen harten Faktencheck und überprüfe es auf seine empirische Evidenz.
Minimalistischer Therapieraum mit zwei Sesseln und symbolischem goldenen Lorbeerkranz; Grafik zum Th
von Florian Friedrich • 24. September 2026
Dürfen Therapeuten eigene Narrative aufdrängen? Florian Friedrich über das Machtgefälle, Michaela Huber und die Risiken von Bestätigungsschleifen.
Ein gemütlicher, leerer Sessel in einer modern eingerichteten Psychotherapie-Praxis mit warmem Licht
von Florian Friedrich • 24. September 2026
Wissenschaftliche Kritik an den Mind-Control-Modellen von M. Huber u. V. Petkova. Wie moderne Neurobiologie therapeutische Mythen entlarvt.