Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Meditation und Achtsamkeit lernen - Hilfe in Salzburg/Hamburg

Florian Friedrich • 14. März 2023

Achtsamkeit und Meditation - die Fähigkeit, im Moment zu leben

Achtsamkeit meint die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart zu sein und darin aufzugehen. Die Haltung der Achtsamkeit stammt aus der buddhistischen Meditation und wurde in den letzten Jahrzehnten für die westliche Psychotherapie adaptiert.


Ich biete Hilfe beim Lernen von Meditation, Achtsamkeit und Akzeptanz an.

Meditation und Achtsamkeit lernen - Hilfe in Salzburg/Hamburg

Akzeptanz und inneres Beobachten

Eine Besonderheit der Achtsamkeitsmeditation ist die Akzeptanz. D.h. wir bewerten das, was wir erleben nicht (etwa das Gefühl der Angst oder der Wut), sondern beobachten es nur. Wir verändern es nicht, sondern nehmen es radikal so an, wie es ist.

Wichtige Fragen dabei sind:

  • Wie fühlt sich meine Angst in meinem Körper an?
  • Macht sie Druck oder Enge?
  • Wie könnte ich meine Angst in Worten beschreiben?


Wenn ich etwa unangenehme Gefühle wie Schuld, Angst, Scham etc. zu beobachten und zu akzeptieren lerne, dann kann ich mich selbst und meine Welt besser kennenlernen, und die Erfahrungen der Achtsamkeitsmeditation helfen mir in meinem Leben. 

Ich stelle dann den Kampf gegen meine schwierigen Gefühle oder negativen Gedanken ein, der viel Kraft und Energie kostet und mir in der Regel im Leben nicht weiterhilft. Dadurch gewinne ich mehr innere Freiheit und inneren Raum, den ich benötige, um im Außen gut und konstruktiv handeln zu können. Auch kann ich dadurch eine bessere Beziehung zu mir selbst entwickeln und mich auch mit meinen schwierigen Gedanken und Gefühlen (etwa Wut, Hass, Ekel, Neid, Schmerz) so annehmen, wie ich bin.


Eine gesunde Distanz zu schwierigen Emotionen und Gedanken finden

Das Beobachten hilft mir zudem, eine gesunde Distanz zu meinen schwierigen Gefühlen und Gedanken zu erlangen. Ich habe und beobachte etwa meine Kränkung, aber ich bin nicht die Kränkung und gehe mir dadurch auch nicht selbst in der Kränkung verloren oder tue meinen Mitmenschen aus der Kränkung heraus Dinge an, die ich später bereue. Ich bleibe als mein innerer Beobachter derselbe und alle schwierigen Gedanken und Gefühle können mir als inneren Beobachter nichts anhaben.

Interview: Jon Kabat-Zinn: Ist Achtsamkeit die neue Glücksformel?

Es gibt einen regelrechten Hype um die buddhistische Achtsamkeit, die auch kommerziell vermarktet wird. Der US-amerikanische Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn gilt als Vater der Achtsamkeits-Bewegung.

Ursprünglich hat Kabat-Zinn seine Achtsamkeitslehre für chronisch kranke Patient*innen entwickelt, um Ängste abbauen und Schmerzen besser ertragen zu können.

Achtsamkeit ist kein Trick zur Selbstmanipulation oder Selbstoptimierung

Achtsamkeit ist allerdings kein Trick, um sich selbst zu manipulieren, zu optimieren oder schwierige Situationen und Missstände in meinem Leben schön zu färben. Insofern ist Achtsamkeit ein wertvoller Gegentrend gegen das Nichtzulassen und Abspalten von Gefühlen oder schwierigen Gedanken. Auch ist Achtsamkeit keine Glücksgarantie, und wir werden weder perfekt, noch verlassen wir unsere nicht perfekte Welt. Schuldgefühle, Leid, Trauer, Wut, Kränkung u.v.m. werden weiterhin in unserem Leben bleiben. Wenn wir aber achtsam sind, dann macht uns unsere Traurigkeit nicht noch trauriger, wir ärgern uns nicht mehr über unseren Ärger (weil wir diesen ja beobachten und akzeptieren) und haben keine Angst mehr vor unseren Ängsten. Wir haben dann mehr Raum, Zeit und innere Freiheit, um uns dem zuzuwenden, was uns in unserem Leben wertvoll, sinnvoll und kostbar ist.


Als Psychotherapeut der Schule Existenzanalyse arbeite ich viel mit Achtsamkeit, radikaler Akzeptanz von Emotionen und Meditation, da Menschen in schwierigen sozialen Situationen oder in komplexen biopsychosozialen Problemlagen dadurch mehr inneren Raum und Halt bekommen, um zu spüren, was ihnen wichtig und wertvoll in ihrem Leben und in ihren Beziehungen zu ihren Mitmenschen ist.

Film: "Wie du Entspannung lernen kannst"

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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