LGBTIQA* in Psychotherapie, Beratung und Coaching

Florian Friedrich • 3. September 2025

Was ist wichtig in der therapeutischen und beratenden Arbeit mit LGBTIQA*?

Lese in diesem Artikel, was Du in Psychotherapie, Beratung und Coaching mit LGBTIQA* beachten könntest. Dieser Beitrag richtet sich an alle Menschen, die mit LGBTIQA* arbeiten.

 

LGBTIQA* steht für

  • Lesbisch
  • Gay
  • Bisexuell
  • trans*Identitäten
  • inter*Geschlechtlichkeit
  • Queer
  • Asexuell
  • und Menschen, die sich irgendwo dazwischen einordnen.
  • Das * steht auch für Offenheit und Vielfalt.
LGBTIQA* in Psychotherapie, Beratung und Coaching

Die Arbeit mit LGBTIQA* bedeutet mit der Vielfalt zu arbeiten und dabei intuitives Körperwissen (den Felt Sense und somatische Marker) miteinzubeziehen. Ich selbst bin besonders von folgenden therapeutischen Ansätzen inspiriert:

  • Dem Existenzanalytischen Grounding (Markus Angermayr, Doris Fischer-Danzinger)
  • Der Hypnosystemik (Gunther Schmidt) und der Hypnotherapie (Milton Erickson)
  • Dem Somatic Experience (Peter Levine)
  • Der Somatisch Emotionalen Integration (Dami Charf)


Vorüberlegungen und Grundlagen

LGBTIQA* -Themen und Sexualität sind kaum Teil der Ausbildung von Psychotherapeut*innen, Berater*innen und Coaches. Zentral ist eine offene, interessierte Haltung für die Lebenswelt der Klient*innen und Patient*innen. Wir können immer versuchen, den/die andere*n zu verstehen und unsere eigenen Vorannahmen beiseite zu stellen. Denn es besteht die Gefahr, dass wir zu rasch normieren und pathologisieren.


Berührungsängste von Helfer*innen bedürfen eines guten Umgangs

Oft kann es für uns Beratende sehr herausfordernd sein, wenn wir etwa mit einem Gegenüber zu tun haben, das äußerlich noch wie ein Mann aussieht, sich aber wie eine Frau fühlt. Welches Pronomen sollen wir dann verwenden und könnten Schwierigkeiten auftreten? Diese und andere Fragen können uns verunsichern, wenn wir zu wenig über die Lebenswelten von LGBTIQA* wissen.


Kleine Selbsterfahrung und Imagination

Stelle Dir vor, Du lernst neue Menschen kennen, die ein anderes Pronomen verwenden, als es Deinem Wunschgeschlecht entspricht. In meinem Fall würden andere das Pronomen "sie" oder die Anrede „Frau Friedrich“ verwenden. Was würde dies körperlich-somatisch, eventuell auch emotional bei Dir auslösen?

In mir selbst spüre ich Enge und Druck, d.h. einen somatischen Marker, der mir Unstimmigkeit signalisiert. Hingegen fühle ich Leichtigkeit und ein parasympathisches Aufatmen in mir, wenn ich als Mann dechiffriert und angesprochen werde.

Menschen freuen sich oft immens, wenn ich sie im Pronomen ihres Wunschgeschlechts anspreche. Manchmal bin ich der Erste, der dies tut.


Grundwissen

Bis in die 1990er Jahre galt Homosexualität / Bisexualität als eine psychische Erkrankung. Manche LGBTIQA* haben deshalb möglicherweise nachvollziehbare Gründe, warum sie Vorbehalte gegenüber des therapeutischen Settings haben.

Noch immer besteht die Angst vor Konversionstherapien und nicht-Validierung der eigenen Bedürfnisse und Gefühle, zumal Konversionstherapien in vielen Ländern noch immer legal sind. Konversionstherapien sind (meist religiöse) Settings, in denen Menschen versprochen wird, dass Homosexualität zu Heterosexualität umgepolt werden könne. Die Mittel sind Gehirnwäsche bis hin zu Elektroschocks sowie psychischer und emotionaler Folter, um den Felt Sense und somatische Marker nicht mehr zu spüren. Die moderne Hirnforschung belegt, dass Homosexualität oder trans*Identitäten nicht veränderbar sind. Auch alle therapeutischen Erfahrungswerte sprechen dagegen.

Doku: "Wie krank ist Homo-Heilung?"

Wir alle haben Normierungen und gehen meist unausgesprochen davon aus, dass jemand, den wir neu kennenlernen, hetero und cis sei, so lange er nicht das Gegenteil behauptet.

Wichtig ist, dass wir selbst reflektieren, wie unsere eigene Identität ist und wie wir unsere Welt erleben.

Was ist meine Konstruktion der Realität?

Welche Normen nehme ich etwas zu selbstverständlich hin, sodass ich blinde Flecken habe?

 

Sei dabei immer geduldig mit Dir selbst. Ich selbst lebe in einer Regenbogenfamilie und habe dennoch immer wieder Blind Spots. Ich freue mich aber, zu wachsen und zu lernen und bin sehr zufrieden mit mir selbst, dass ich immer etwas unzufrieden bin, um mich stets weiterzuentwickeln und zu entfalten.


Lesbisch, schwul und bisexuell

Seit dem Kinsey-Report aus den 1950ern (!) wissen wir, dass unsere Sexualität ein Kontinuum ist. Viele Menschen lassen sich nicht zu 100 Prozent in eine der Kategorien (schwul, lesbisch, bisexuell, heterosexuell) einordnen. Es geht hier bei "Sexualität" sowohl um sexuelle Orientierungen als auch um das Bedürfnis nach Romantik, Liebe, Zärtlichkeit, Erotik und Sinnlichkeit, aber auch um Identität und Verhalten.

Überlege: Was sagt eine Klientin über sich selbst aus, wenn sie sich als lesbisch definiert?


Trans* / trans*ident / trans*gender

Trans* heißt, dass ich mich nicht oder nur wenig mit meinem biologischen Geschlecht identifizieren kann (das meist auch das Geschlecht ist, das mir nach der Geburt zugewiesen wurde). Unsere Geschlechtsidentität sitzt in unserem Hirn und ist damit auch ein neurobiologisches Muster.

"Cis" heißt diesseits und "trans" jenseits, dem andren Geschlecht angehörig oder zwischen den Geschlechtern.

Ich selbst bin etwa cis, d.h. mein biologisches Geschlecht stimmt mit meinem zugewiesenen Geschlecht überein. Ich bin also gendereuphorisch.

Trans*Menschen fühlen sich aufgrund ihres somatischen Selbsterlebens (Felt Sense, somatische Marker) als biologisch dem anderen Geschlecht zugehörig und tun oft viel (hormonelle und chirurgische Maßnahmen), um sich biologisch dem Geschlecht anzugleichen, in dem sie sich spüren - völlig unabhängig von der geschlechtlichen Identität ist die sexuelle Orientierung.


Beispiel:
Florian wird als Bub geboren und merkt schon in seiner Kindheit, dass er in der Rolle des anderen Geschlechts leben möchte. Wie die Mehrheit aller Buben ist Florian heterosexuell und steht auf das andere Geschlecht. Später lässt Florian seinen Personenstand ändern und gilt nun offiziell als Frau. Er nennt sich Flora und passt sich auch äußerlich dem anderen Geschlecht an.
Die sexuelle Orientierung hat sich natürlich nicht geändert. Flora steht nach wie vor auf Frauen und gilt nun als lesbische Frau.

Die sexuelle Orientierung ändert sich somit mit der Transition nicht.


Kleine hypnotherapeutische Selbsterfahrung:

  • Stelle Dir vor, Du müsstest im Geschlecht leben, das nicht Dein Wunschgeschlecht ist (in meinem Fall würde ich dann als Frau leben, als Frau dechiffriert und angesprochen werden).
  • Was löst dies somatisch im Körper aus?
  • Kommen auch Emotionen?
  • Welche Kognitionen und Gedanken kannst Du beobachten?
  • Wie viel Erleben von Raum hast Du?
  • Welchen Sound, welche Farben, Gerüche, Kinästhetik, Ideomotorik, Ideosensorik, Körperhaltung und Metaphern sind damit verbunden?


Nun kommen wir zur Frage der Lösungszeit:

  • Angenommen, Du wachst morgen früh auf und es ist ein Wunder geschehen, in welchem Geschlecht oder in welchen Geschlechtern würdest Du dann leben, sodass Du Dich richtig frei und zufrieden fühlen könntest?
  • Wenn Du dann zu einem großen Ganzkörperspiegel gehst und Dein Spiegelbild darin betrachtest, was siehst Du?
  • Wie würdest Du leben, wenn Dich alle Menschen unterstützen würden, Dich so annehmen würden wie Du bist und Dich aus ganzem Herzen akzeptierten?
  • Was würdest Du dann auf leiblicher Ebene fühlen, wenn Du in Deinem Wunschgeschlecht lebtest, etwa im Muskeltonus und auf der Haut?
  • Wie wäre Deine Atmung? Wie viel Erleben von Raum oder Weite hättest Du? Wie würdest Du Dich bewegen? Wie wäre Deine passende Körperhaltung?
  • Was wäre dann Deine Metapher (etwa Held*in, mein zukünftiges Ich, Power-Frau, Power-Mann?)
  • Welche Emotionen würden in Dir hochkommen?
  • Was würdest Du im Alltag und in Deinem Leben anders machen?
  • Wie würden andere Menschen es bemerken, dass Du auf einmal zufrieden und glücklich in Deinem Wunschgeschlecht lebst?
  • Wie würde so ein Tag in Deinem Wunschgeschlecht aussehen?
  • Gibt es jetzt und heute schon Möglichkeiten, mehr in Deinem Wunschgeschlecht zu leben?
  • Was wären erste, ganz kleine Schritte in die richtige Richtung, in Deinem Wunschgeschlecht zu leben?


Queer und Questioning

Q steht für Queer. Dies ist ein Sammelbegriff für alles, was vom Mainstream abweicht, etwa sich nicht als Teil der heteronormativen Gesellschaft zu spüren, offene Partnerschaften zu führen, polyamor zu leben u.v.m. Q steht aber auch für Questioning und meint die Suche nach der eigenen Identität.


I steht für inter*sexuell bzw. inter*geschlechtlich

Dies ist eine biologische Geschlechtsvariation (gonadal, physisch, hormonell, chromosomal). Früher hat man "Zwitter" gesagt.

Inter* ist also eine körperliche Kategorie, keine primär psychologische. Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist inter*sex, d.h. genauso viele Menschen wie es Rothaarige gibt. Es existieren ca. 40 Zwischenstufen von inter*Geschlechtlichkeit.

In vielen Ländern gibt es deshalb nun beim Personenstand das dritte Geschlecht

Ich kann inter* sein und mich wie ein Mann fühlen bzw. mich einer der binären Geschlechterkategorien zuordnen. Ich kann mich aber auch irgendwo zwischen den Geschlechtern fühlen (non binary).

Wichtig ist es hier immer zu validieren, wie sich jemand fühlt.


A steht für Asexualität

Dies meint, dass ich keine oder kaum sexuelle Lust oder Begehren spüre. Auch hier gibt es viele Ausprägungen. Viele asexuelle Personen leben dennoch in Partnerschaften und fühlen sich romantisch zu anderen Personen hingezogen. Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist asexuell


* steht für Inklusivität und Diversity

Hier ordnen sich Menschen ein, die sich nicht in den anderen Kategorien finden können.


Diskussion:

Viele Menschen regen sich über diesen breiten LGBTIQA* Begriff auf. Bedenke: Sprache verändert sich ständig. M.E. ist ein entideologisierter Zugang von beiden Seiten wichtig.

 

Ich muss übrigens nicht diese ganzen Begriffe auswendig lernen oder kennen und in eine Überforderung kommen. Viel wichtiger ist eine offene Haltung.


Unsere Wahrnehmung bzw. „Wahr-Gebung“ (Gunther Schmidt)

Unser Gehirn besteht (metaphorisch betrachtet) aus drei Teilen:

  1. dem Stammhirn,
  2. dem limbischen System und
  3. der Großhirnrinde.

Unser Stammhirn und unser limbisches System ordnen Personen automatisch in Raster wie männlich, weiblich, divers etc. ein.


Wenn ich etwa im ersten Moment irritiert bin, weil ich jemanden nicht einordnen kann, so kann ich dies erst sekundär mit meiner Großhirnrinde verarbeiten. Destruktive Impulse und Gefühle wie Ekel, Abscheu, Angst und Hass schießen automatisch ein und bedürfen der Verarbeitung durch die Großhirnrinde. Homophobe Impulse sind deshalb nie ein Problem, sondern erst das destruktive Ausagieren derselben. Wir brauchen somit unbedingt unsere Großhirnrinde, um nicht das Stereotypisieren auszuleben.

Auch als Psychotherapeut*innen und Berater*innen dürfen wir daher Homophobie, trans*Phobie oder Negativität spüren. Das Spüren ist eine hohe Kompetenz, die mich auf Bedürfnisse hinweist, für die es sodann einen guten Umgang zu finden gilt.


Was sind die Herausforderungen in der Arbeit mit LGBTIQA*?

  • Viele LGBTIQA* haben Angst vor Psy-Berufen wegen der langen Pathologisierung. Auch Konversionstherapien werden noch immer inoffiziell angeboten.
  • Internalisierte Homophobie und trans*Phobie
  • Verinnerlichte toxische Scham
  • Das Selbstwertgefühl muss oft erst einmal gestärkt werden.
  • Der Prozess des Coming-outs ist vielen Psy-Berufen zu wenig bewusst. Es braucht meist noch immer ein Coming-out, wobei dieses in aller Regel biografisch spät stattfindet.
  • Auch ist zu ergründen, ob es zu Diskriminierung im Berufsleben oder im familiären Umfeld kommt.
  • Familien, Angehörige, Freund*innen und das soziale Umfeld reagieren manchmal negativ.
  • Es kommt zu intersektionellen Schwierigkeiten. Denke etwa an eine lesbische Frau, die aus einer Arbeiterfamilie kommt und als Türkin in dritter Generation in einem sozialen Großstadtghetto lebt. Wie könnten deren Lebensumstände sein?
  • Minderheitenstress und kollektive homophobe und transphobe Traumen
  • Hass und Spaltung unter Minderheiten
  • Schwierigkeiten zwischen den Generationen
  • Genderrollen
  • Isolation, Misstrauen und Vereinsamung
  • Es gibt mehr psychische Erkrankungen und Suizidalität innerhalb der LGBTIQA* Community.
  • Cave trotzdem Klient*innen und Patient*innen als Opfer zu sehen!
  • LGBTIQA* im Alter und in der Pflege
  • Intersektionelle Diskriminierung (etwa Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, HIV-positiv)
  • Gesundheit


Dabei dürfen wir aber nicht außer Acht lassen, dass die meisten LGBTIQA* auch viele Kompetenzen und Ressourcen haben. Denn gerade, weil sie es so schwer haben, Ihre Identität zu finden, müssen sie eine hohe Resilienz entwickeln.


Empfehlungen für Beratung, Coaching und Psychotherapie

  • Es ist wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass Gender- und Geschlechterrollen ein breites Spektrum haben.
  • Verwenden Sie immer das Wunschpronomen Ihrer Patient*innen und Klient*innen, auch wenn die betroffene Person nach außen noch nicht in ihrem Wunschgeschlecht erkennbar ist.
  • Ermutigen Sie Ihr Gegenüber, sich in sicheren Räumen mehr und mehr in ihrem Wunschgeschlecht zu bewegen bzw. zu leben (etwa daheim in einem Zimmer, das man abschließen kann oder in Ihrer Praxis, wenn die Möglichkeit zur Umkleide vorhanden ist).
  • Stärken Sie den Selbstwert Ihrer Klient*innen.
  • Würdigen sie trans*phobe Seiten und Anteile als Selbstschutzmechanismen. Bekämpfen Sie diese nicht, sondern üben Sie Distanzierungstechniken.
  • Begleiten Sie das Coming-out.
  • Ergründen Sie, ob in der Familie und im Freundeskreis Gewalt droht oder ob es sich um ein unterstützendes Umfeld handelt.
  • Recherchieren Sie nach LGBTIQA* Vereinen bzw. online-Möglichkeiten, sich zu vernetzen.
  • Sie können auch Familiensitzungen und Angehörigengespräche anbieten.
  • Dabei ist es wichtig, die Not und Ängste der Angehörigen auszuhalten. Wir dürfen aber nicht neutral sein, sondern sollten LGBTIQA* in Schutz nehmen.
  • Versuchen Sie behutsam, Sensibilität zu schaffen, wenn sich Angehörige negativ verhalten und bauen Sie Brücken, wobei Sie sich stark gegen emotionale Gewalt positionieren und zu konstruktiveren Interaktionsmustern einladen dürfen, um positivere Auswirkungen für Ihre Klient*innen / Patient*innen wahrscheinlicher zu machen.
  • Suchen Sie, ob es Bündnispartner*innen im Familiensystem gibt.
  • Sprechen Sie Suizidalität an, da 40 Prozent aller trans*Personen suizidal sind oder es zumindest schon einmal waren. Sie können die Suizidalität auch als Kompetenz utilisieren und würdigen, denn immer und ausnahmslos stecken anerkennenswerte Bedürfnisse des Lebens hinter der Suizidalität.
  • Vermeiden Sie aber auch Generalisierungen, denn viele LGBTIQA* sind gar nicht suizidal.
  • Halten Sie sich bei trans*Kindern und Jugendlichen alle Möglichkeiten offen. Denn die trans*Identität kann langfristig für unsere Patient*innen stimmig sein oder auch nicht. Es ist unsere Aufgabe und eine hohe anerkennenswerte Leistung, diese Spannung aushalten und Ambivalenzkompetenz vorzuleben.
  • Wir begleiten nur den Prozess und wissen bei trans*Identitäten nicht, wo der Weg hingehen soll. Und genau hierbei sind wir professionelle Expert*innen.
  • Trainieren Sie normenkritische Perspektiven und seien bzw. werden Sie sensibel für Konstrukte von Normalität.
  • Dennoch darf ich blinde Flecken haben, wenn auch es hilfreich ist, eigene Haltungen zu hinterfragen, wie etwa die Vorannahme, dass alle Menschen, die in meine Praxis kommen, hetero und cis seien.
  • Fragen Sie Ihre Klient*innen / Patient*innen nach deren Wunschpronomen.
  • Türöffner können auch eine Regenbogen-Flagge und Informationen auf Ihrer Homepage, Folder für LGBTIQA* im Wartebereich, Folder von Beratungseinrichtungen für LGBTIQA* und, wenn räumlich möglich, genderneutrale Toiletten sein.
  • Klient*innen sollten nicht unsere Informationsquellen sein, wir sollten auch selbst etwas wissen.
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