Mag. Florian Friedrich, BA

Psychotherapie, Beratung und Coaching


Wichtig: Ich bin in meiner Praxis voll und kann daher keine Ersttermine

 für neue Klient*innen anbieten.

Antidepressiva - Medikamente bei Depressionen und Ängsten

Florian Friedrich • 28. Februar 2023

Viele unbegründete Sorgen bezüglich Antidepressiva

Da ich immer wieder die Erfahrung mache, dass Menschen falsche Vorstellungen von Medikamenten haben, die Depressionen etwas lindern können, möchte ich hier ein paar Informationen weitergeben.

Erfahren Sie in diesem Beitrag über die Wirkung, Nebenwirkungen und die Notwendigkeit von Antidepressiva. 

Antidepressiva - Wirkung, Notwendigkeit und Nebenwirkungen

Antidepressiva sind ein Baustein der Behandlung

  • Medikamente wie Antidepressiva können bei Depressionen, körperlichen Beschwerden und starken Ängsten eine Brücke ins Leben bilden. Die Medikamente schwächen viel Leid ab.
    Antidepressiva machen nicht abhängig und sind auch kein Gift für den Körper. Sie zeigen ihre erste Wirkung erst nach sieben bis 14 Tagen, ihre volle Wirkung entfalten sie aber erst nach drei bis sechs Wochen.
  • In den ersten drei bis fünf Tagen kann es zu Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit und Herzbeschwerden kommen, die dann aber wieder verschwinden.
  • Manchmal kann es passieren, dass das richtige Medikament nicht gleich beim ersten Verschreiben getroffen wird. Dies liegt nicht an der Unerfahrenheit des Arztes*/der Ärztin*, sondern an der Spezialisierung der Medikamente.
  • Ja, es ist richtig: Antidepressiva können die Ursachen einer Depression nicht beseitigen, aber sie können Depressionen und Ängste lindern und ihnen die Spitzen nehmen. Menschen, die unter schweren Depressionen leiden, können sich zu einer Psychotherapie oft nicht einmal aufraffen oder sind derartig von Kummer, Schmerz und Hoffnungslosigkeit überflutet, dass eine Psychotherapie nicht gut möglich ist und dann auch wenig hilft. Es wäre somit ein Behandlungsfehler und auch gegen meine Berufsethik, wenn ich Menschen mit mittelschweren oder schweren Depressionen keine Antidepressiva empfehlen würde.


Antidepressiva sind einer von mehreren wichtigen Bausteinen zur Behandlung von Depressionen nach dem wissenschaftlichen State of the Art. Sie müssen es sich nicht noch zusätzlich zu einer Depression unnötig schwer machen. Mit Antidepressiva geht es leichter!

Filmtipp: "Was sind Antidepressiva?"

Diagnostik aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 21. März 2025
Diagnosen sagen nichts über unsere Klient*innen aus Als Hypnosystemiker erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt. Ziel dienlich sind Diagnosen aus hypnosystemischer Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger. Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten. 
Die Polyvagaltheorie in der Traumatherapie
von Florian Friedrich 20. März 2025
Was ist die Polyvagaltheorie? Die Polyvagaltheorie geht auf den Psychiater Stephen W. Porges zurück. Sie beschreibt eine neue Sichtweise auf das Autonome Nervensystem . Dieses scannt permanent unsere Umwelt und andere Menschen ab, ob wir sicher oder bedroht sind. Jener Vorgang ist unwillkürlich und ist uns meist völlig unbewusst. Sicherheit ist für uns im Leben das Wichtigste. Das Parasympathische Nervensystem teilt sich noch einmal auf und hat ein soziales Nervensystem , den ventralen Vagus, als Zweig. Dieses wird durch Traumata massiv beeinflusst und arbeitet dann anders. Das Soziale Nervensystem wird durch die Beziehung, Fürsorge und Coregulation unserer Eltern bzw. ersten Bezugspersonen gut ausgebildet und kann dann effektiv und optimal arbeiten. Übrigens: Die Polyvagaltheorie ist in der Wissenschaft umstritten und konnte bis heute empirisch nicht nachgewiesen werden . Das ändert aber nichts an der Praxis der modernen Traumatherapie. In der praktischen Umsetzung hilft die Polyvagaltheorie, und wer heilt, der hat bekanntlich recht.
Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung
von Florian Friedrich 18. März 2025
Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung, der Systemtheorie, der Hypnose und der Hypnotherapie, der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung. Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert: " Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie ". Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der " wird rasch zum Tooligan " (Schmidt). Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.
Symptome aus hypnosystemischer Sicht
von Florian Friedrich 18. März 2025
Symptome sind wertvolle Botschafter von Bedürfnissen Aus hypnosystemischer Sicht (Gunther Schmidt) sind Symptome immer wichtige Rückkopellungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse. Beispiel: Hubert ist schwul und unterdrückt seine Bedürfnisse nach Liebe, Erotik, Zärtlichkeit und Sexualität. Da dieses Unterdrücken viel Kraft und Lebensenergie kostet, wird Hubert zunehmend depressiver und suizidal. Seine Depressionen und seine Lebensmüdigkeit weisen ihn darauf hin: "Lebe Dein Leben, hör auf Deine homosexuellen Bedürfnisse" Lesen Sie in diesem Artikel über Symptome aus hypnosystemischer Sicht.
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