Psychosomatische und somatoforme Erkrankungen - Psychotherapie

Florian Friedrich • 8. Dezember 2025

Diagnose und Therapie in Salzburg, Wien, und Hamburg

Ich biete psychologische Hilfe in Salzburg, München, Hamburg und Berlin an, wenn Sie unter psychosomatischen Beschwerden leiden.

Psychsosomatische Hilfe Salzburg/Hamburg/Berlin

Was sind psychosomatische und somatoforme Krankheiten?

Bei somatoformen Störungen und Erkrankungen handelt es sich um langanhaltende körperliche Beschwerden, bei denen keine rein organische Ursache gefunden werden kann. Allerdings entsteht jede somatoforme Störung durch physiologische Prozesse, die von psychologischen Prozessen beeinflusst werden, etwa von negativen Stimmungslagen, von chronischem Stress und Angst, von zu viel körperlicher Schonung oder Vermeidung. Diese psychologischen Prozesse sind durch Psychotherapie behandelbar.


Es handelt sich um medizinisch unerklärte Körperbeschwerden. Dazu zählen:

  • Somatisierungsstörungen
  • Undifferenzierte somatoforme Störungen
  • Somatoforme autonome Funktionsstörungen
  • Somatoforme Schmerzstörungen

Film zu somatoformen Störungen: "Psychosomatik"

Das Video erklärt prägnant das biopsychosoziale und psychosomatische Gesundheitsmodell.

Die betroffenen Menschen haben ein starkes Leiden

Die Betroffenen haben in der Regel einen jahrelangen Leidensweg hinter sich und sind entmutigt von zahlreichen medizinischen Untersuchungen, die keine Ergebnisse gebracht haben. Sie leiden zudem erheblich unter ihren Beschwerden. Ungefähr jeder fünfte Mensch in Österreich und Deutschland leidet an somatoformen bzw. psychosomatischen Beschwerden.

Die betroffenen Personen scheuen oft eine Psychotherapie, weil sie davon überzeugt sind, dass nur Ärzt*innen ihnen helfen könnten. Sie fühlen sich falsch verstanden und nicht ernst genommen, wenn sie wegen körperlicher Beschwerden zu Psychotherapeut*innen weiterverwiesen werden. Allerdings hilft Psychotherapie ja auch Menschen, die unter chronischen körperlichen Beschwerden und Schmerzen leiden, die nicht somatoform sind (die also sehr wohl körperliche Ursachen haben).


Ich arbeite mit der Haltung der Somatopsychik

Die Somatopsychik ist ein zentrales Konzept in Dr. Gunther Schmidts hypnosystemischem Ansatz, das eine Umkehrung der traditionellen psychosomatischen Perspektive darstellt. 


Während die Psychosomatik den Einfluss der Psyche auf den Körper betrachtet, fokussiert die Somatopsychik (oder Somato-Psycho-Systemik) auf die Wechselwirkung und den Einfluss des Körpers auf die Psyche und das gesamte System des Menschen. Der Körper wird dabei als ein kompetenter "Kooperationspartner" mit wertvollem, oft unbewusstem Wissen verstanden. 



Kernprinzipien im hypnosystemischen Ansatz:

  • Achtung des Körpersignals: Körpersymptome oder leidvolle körperliche Prozesse werden nicht als Defizite, sondern als wichtige "Botschafter" für zentrale, unerfüllte Bedürfnisse oder als Feedback aus dem unbewussten Wissen des Organismus gewürdigt.
  • Kooperation statt Kampf: Ziel ist es, eine wertschätzende Kooperation zwischen dem willentlichen Bewusstsein ("Ich") und den unwillkürlichen, körperlichen Prozessen herzustellen. Es geht darum, das autonome Nervensystem und seine Reaktionen nicht kontrollieren zu wollen, sondern achtsam mit seiner "Eigensprache" zu kommunizieren.
  • Nutzung unwillkürlicher Prozesse (Utilisation): Die in den Körpererfahrungen gespeicherten Informationen und Ressourcen werden gezielt genutzt, um konstruktive Veränderungen anzuregen. Da unwillkürliche Prozesse schneller und stärker wirken als willentliche, ist ihre Einbeziehung für nachhaltige Lösungen entscheidend.
  • Veränderung durch Unterschiedsbildung: Indem Klient*innen lernen, ihre Aufmerksamkeit auf verschiedene Elemente ihres Erlebens zu lenken (z. B. durch veränderte Körperhaltung, Atmung, Imagination), können neue neuronale Netzwerke gebildet und alte, problematische Muster verändert werden (das "Hebb'sche Gesetz": cells that fire together wire together).
  • Stärkung der Selbstwirksamkeit: Die Klient*innen werden unterstützt, ihre Selbstwirksamkeit im Umgang mit ihren eigenen, unwillkürlichen körperlichen und seelischen Prozessen zu stärken, anstatt sich ihnen ausgeliefert zu fühlen. 

 

Gunther Schmidt, ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik, wendet diese hypnosystemischen Konzepte in der Psychosomatik und Psychotherapie an, um Menschen mit verschiedensten psychosomatischen und psychischen Problemen zu helfen.

Trauma nach einer Brandkatastrophe: Was hilft?
von Florian Friedrich 1. Januar 2026
Wie du einer PTBS vorbeugen kannst (inklusive Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing®) Aus aktuellem Anlass ( Brandkatastrophe von Crans-Montana ) möchte ich hier über ein paar psychische Erste-Hilfe-Maßnahmen schreiben. Einen schweren Unfall oder eine Brandkatastrophe mitzuerleben – etwa Schreie zu hören, Brandgeruch wahrzunehmen oder Bilder von brennenden Menschen zu sehen – kann tief erschüttern - übrigens auch dann, wenn wir lediglich Videos im Internet und in den Medien davon sehen. Viele Betroffene und Zeug*innen sind im Nachhinein verunsichert von ihren Reaktionen. Wichtig i st: Starke körperliche und seelische Reaktionen sind normale Antworten auf ein extremes Ereignis. Sie bedeuten nicht, dass du durchdrehst oder zwangsläufig eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln wirst. Dieser Artikel erklärt, warum Flashbacks auftreten, was in den ersten Tagen und Wochen hilft, und wie Selbsthilfemethoden aus dem Somatic Experiencing (SE) die Verarbeitung unterstützen können. Übrigens soziale Unterstützung schützt stark und ist einer der wichtigsten präventiven Wirkfaktoren, um keine Posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln. Menschen, die: über das Erlebte sprechen können emotionalen Rückhalt bekommen körperlich und emotional gehalten werden sich verstanden und ernst genommen fühlen haben ein deutlich geringeres PTBS-Risiko . Soziale Bindung wirkt wie ein Puffer gegen traumatische Überforderung.
Hypnosystemische Trauerbegleitung
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Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften
von Florian Friedrich 29. Dezember 2025
Hypnosystemische Selbsthilfetechniken für Männer, die Opfer von Gewalt in Partnerschaften sind Wenn du Gewalt in deiner Beziehung erlebst, ist es ganz normal, dass Angst, Schuldgefühle, Wut und Unsicherheit deinen Alltag bestimmen. Hypnosystemische Methoden (nach Gunther Schmidt) können helfen, innere Ressourcen zu aktivieren, Selbstschutz zu stärken und wieder handlungsfähig zu werden – ohne dass du sofort professionelle Hilfe aufsuchen musst (obwohl diese auch sinnvoll sein könnte). Ich biete psychologische und traumatherapeutische Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften.
Wenn Männer Opfer von Gewalt in Partnerschaften werden
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Psychische und körperliche Gewalt - ein Tabu unter Männern Häusliche Gewalt wird in der Öffentlichkeit häufig mit Frauen als Opfer in Verbindung gebracht – und während Frauen tatsächlich häufiger betroffen sind, bleiben männliche Opfer oft unsichtbar. Männer, die psychische oder körperliche Gewalt in heterosexuellen, homosexuellen oder pansexuellen Partnerschaften erfahren, sehen sich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: gesellschaftlichen Vorurteilen, Schamgefühlen und einem Mangel an Unterstützung.