Offene Beziehung, Polygamie, Polyamorie - Paarberatung

Florian Friedrich • 17. November 2025

Meine Hilfe in Salzburg, Wien und Hamburg

Ich helfe Ihnen, eigene Bedürfnisse herauszufinden und zu klären, was Sie in Ihrer Partnerschaft brauchen, sei es eine monogame Beziehung, eine offene Partnerschaft, Polygamie oder Polyamorie. Ich biete Beratung, Paarcoaching, Paartherapie und psychologische Hilfe in Salzburg an, online auch österreichweit sowie in München, Hamburg und Berlin. Selbstverständlich können Sie auch alleine zu mir kommen.

Offene Beziehung, Polygamie, Polyamorie - Paarberatung

Unterschiedliche Beziehungsformen

Wir leben im Zeitalter des Individualismus, in dem alte Traditionen immer mehr wegbrechen. Dieser fordert von uns, unsere Partnerschaften selbstreflektierter und selbstbestimmter zu leben, als das noch die Generation unserer Großeltern tat. Heute gibt es viele Beziehungsformen, etwa die traditionelle Ehe, monogame Partnerschaften, serielle Monogamie, offene Beziehungen, Dreierbeziehung, Affären, Freundschaft Plus, Polyamorie, Polygamie und vieles mehr.

Was passt und stimmig ist, müssen beide Partner*innen miteinander in guter Kommunikation aushandeln. Und hier beginnen auch schon die Schwierigkeiten, denn viele Menschen haben oft nur einen verschütteten Zugang zu ihren eigenen Bedürfnissen und Emotionen. Zudem kann es zu zusätzlichen Schwierigkeiten kommen, wenn etwa ein*e Partner*in eine exklusive und monogame Beziehung führen möchte und der/die andere eine offene oder polyamore Beziehung.


Authentische Bedürfnisse nach Polygamie von Hypes unterscheiden

Gefährlich sind hier vor allem das Übergehen eigener Emotionen und authentischer Bedürfnisse und "faule Kompromisse". Es wäre z.B. falsch, aus Gründen der Moral, Religion und Sitte eine monogame Beziehung zu führen, wenn beide Partner*innen im tiefsten Inneren Sexualität mit anderen Menschen ausleben möchten oder spüren, dass sie Mehrfachbeziehungen leben wollen. Hier würde das Über-Ich das Ruder übernehmen und unsere echten Bedürfnisse nach Polygamie könnten nicht ausgelebt werden.

Genauso verhängnisvoll und selbstschädigend kann es aber auch sein, sich auf eine offene Beziehung einzulassen oder polyamor zu leben, wenn die Partner*innen sich eigentlich nach sexueller Treue sehnen und mit Eifersucht und Verlustängsten keinen Umgang finden. Auch wenn ein*e Partner*in die andere/den anderen drängt, puscht bzw. überredet, er/sie solle doch nicht so verklemmt sein und einer polygamen/polyamoren Beziehungsform zustimmen, kann dies die Partnerschaft und Paardynamik massiv belasten. Manche Paare kommen auch auf die Idee, ihre Partnerschaft zu retten, indem sie mit anderen Menschen Sex haben – ein Schuss, der meist nach hinten losgeht, weil ja die tieferliegenden Gründe für die Probleme in der Partnerschaft dadurch nicht bearbeitet werden.



Selbstlügen und Modetrends

Ich erlebe immer wieder, dass sich Paare auf eine offene Beziehung einlassen oder polyamor leben, weil sie sich selbst als modern sehen und weil es als „in“ oder „cool“ gilt. Die eigenen Bedürfnisse werden dabei übergangen und im Nachhinein bereuen die Betroffenen ihre Entscheidung, weil sie nicht auf ihre Bedürfnisse geachtet haben.

Ein anderes, häufig auftretendes Beispiel wäre eine Partnerschaft, in dem die/der Partner*in schon seit Jahren keine Lust mehr auf Sexualität verspürt, und die andere/der andere nicht weiß, wie er/sie seine sexuellen Bedürfnisse ausleben soll. Soll er/sie heimlich fremdgehen? Eine Nebenbeziehung eingehen? Sich trennen oder damit leben?

Dokumentation: "Polyamorie – Leben mit mehreren Partnern" | 2019 | SRF Dok

In dieser Dokumentation werden Paare gezeigt, die in offenen und polyamoren Partnerschaften leben.

Meine psychologische und paartherapeutische Hilfe

Ich biete Einzelberatung, Psychotherapie, Paartherapie und Paarberatung an, damit Sie einen Zugang zu den eigenen Bedürfnissen und Emotionen finden und Ihrem Spüren vertrauen, weil es dann leichter möglich ist, sich selbst treu zu bleiben, der eigenen Spur zu folgen und eine erfüllte Partnerschaft zu führen. Im Mittelpunkt steht meine therapeutische Haltung, die Partner*innen zu einem freien und selbstverantwortlichen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen zu befähigen.


Ich bin hetero- und LGBTIQA* friendly sowie kink-aware professional.

Florian Friedrich, Psychotherapeut

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Die Grenzen therapeutischer Mythen und die biologische Realität von Traumareaktionen In der professionellen Begleitung von schwer traumatisierten Menschen im Opferschutz begegnen uns im Internet, in Fachbüchern und in populärwissenschaftlichen Publikationen hochkomplexe, oft beängstigende Begriffe. Wer nach Unterstützung bei schweren Traumata sucht, stößt unweigerlich auf weitreichende Behauptungen über organisierte Kriminalität, psychologische totale Kontrolle und sogenannte „Mind-Control-Systeme“. Als Traumatherapeut halte ich eine methodisch saubere, rationale und kognitionspsychologische Überprüfung dieser Thesen für unerlässlich. Anhand der öffentlich vertretenen Positionen der Autorin Valeria Petkova lässt sich ein zentrales epistemologisches Problem aufzeigen, das in Teilen der Traumatherapie zunehmend an Raum gewinnt. Es geht hierbei ausdrücklich um eine sachliche, wissenschaftliche Prüfung von Argumenten und logischen Strukturen, frei von persönlichen Abwertungen. In diesem Artikel unterziehe ich das Narrativ der Mind Control einen harten Faktencheck und überprüfe es auf seine empirische Evidenz.